Kipper beschädigt eine Stromleitung

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Bei Bauarbeiten wurde eine Freileitung beschädigt.
Bei Bauarbeiten wurde eine Freileitung beschädigt. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Schwäbische Zeitung

Bei Arbeiten an einem Kreisverkehr im Südwesten von Pfullendorf kam am Dienstagmittag um 13.32 Uhr ein Kipper einer 20 000 Volt Freileitung der Netze BW ins Gehege. Der folgende Kurzschluss sorgte zunächst für einen Ausfall des Mittelspannungsnetzes vor allem in Pfullendorf, vereinzelt aber auch in Illmensee, Wilhelmsdorf und Ostrach. Darüber informiert die EnBW in einer Pressemitteilung.

Mitarbeiter der Baufirma benachrichtigten umgehend die zentrale Leitstelle in Ravensburg, die daraufhin sofort Schaltmaßnahmen veranlasste. Innerhalb von nur zwei Minuten war der überwiegende Teil der betroffenen Anschlüsse so bereits wieder am Netz. Nachdem die Schadensstelle begutachtet war, konnte die Bereitschaft mithilfe weiterer Umschaltungen auch die Haushalte und Betriebe rund um Denkingen bis 14.27 Uhr wieder versorgen.

Das 20 000 Volt-Mittelspannungsnetz der EnBW-Tochter Netze BW ist in Form offener Ringe aufgebaut, so dass im Störungsfall ein gestörter Abschnitt – in der Regel zwischen zwei Ortsnetzstationen – herausgeschaltet werden kann. Durch Umschaltungen innerhalb der Ringstruktur können die meisten der betroffenen Ortsnetzstationen sozusagen von der anderen Seite versorgt werden, noch bevor eine möglicherweise nötige Reparatur beginnt. Die sollte dann umgehend erfolgen, damit der Vorteil dieser Struktur weiterhin gegeben ist.

In den Ortsnetz- oder Umspannstationen wird die Spannung von 20 000 Volt auf die bei Hausanschlüssen gängigen 230/400 Volt heruntertransformiert.

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