Kinder sollen noch vor Ostern einziehen können

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Schon von außen ist deutlich sichtbar, dass es sich nicht um ein normales Wohnhaus, sondern um einen Kindergarten handelt. „Uns
Schon von außen ist deutlich sichtbar, dass es sich nicht um ein normales Wohnhaus, sondern um einen Kindergarten handelt. „Uns war wichtig, dass das Haus auch von außen einen eigenen Charakter bekommt“, sagt Pfullendorfs Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter. (Foto: Sebastian Korinth)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Handwerker sind auch noch auf anderen Baustellen in der Stadt aktiv. Zum Beispiel im ehemaligen Dominikanerinnenkloster. Das denkmalgeschützte Gebäude war von 2015 bis 2017 statisch ertüchtigt worden, inzwischen läuft der Innenausbau. „Etwa 70 Prozent dieser Arbeiten sind inzwischen ausgeschrieben, rund 30 Prozent fehlen noch“, sagt Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter. In diesen 30 Prozent enthalten sei auch die Installation eines gläsernen Aufzugs in Richtung Hauptstraße, der Ober- und Unterstadt besser miteinander verbinden soll. „Das Ziel ist weiterhin, die Baumaßnahme bis 2020 komplett abzuschließen“, sagt Peter.

Die Erschließung des Baugebiets Oberer Bussen ist derweil so gut wie abgeschlossen. Vor einer Woche wurde den Eigentümern der Grundstücke die Baufreigabe erteilt – und prompt rollten im Auftrag des ersten Bauherren Baufahrzeuge an. „Eine dicke Lehmschicht verhindert das Versickern von Regenwasser“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, zwei Sickerbecken anzulegen.“ Die Zufahrt zu den einzelnen Grundstücken erfolgt weitgehend über eine Ringstraße. Zur wenige werden über kurze Stichstraßen erreicht.

Zwischen dem Linzgau-Center und dem Hotel-Neubau an der Franz-Xaver-Heilig-Straße lässt die Stadt zurzeit einen neuen, öffentlichen Parkplatz anlegen. Nach der Fertigstellung können dort kostenlos 66 Fahrzeuge abgestellt werden. Während die neue Hausbrauerei im ehemaligen Bahnhof am kommenden Montag eröffnet, ist der Start des Hotelbetriebs für Ende November oder Anfang Dezember geplant. „Der Parkplatz wird noch vorher fertig sein“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Ich schätze, in etwa vier Wochen.“

Das Familienzentrum Sonnenschein in Pfullendorf nimmt allmählich Formen an: In einem halben Jahr soll der neue Kindergarten im Wohngebiet Rosslauf bezugsfertig sein. „Bis jetzt sieht es ganz so aus, dass wir diesen Zeitplan einhalten können“, sagt Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter.

Der Neubau im Wohngebiet Rosslauf soll nach der Fertigstellung die bisherige Tagesstätte am Stadtgarten ersetzen. Diese muss wegen der maroden Bausubstanz abgerissen werden. Im März war der Spatenstich für den knapp drei Millionen Euro teuren Kindergarten erfolgt, im Juni feierten die Verantwortlichen Richtfest. Seitdem hat sich noch einmal viel getan. „Das Beton-Fundament wurde gelegt, der Holzbau ist weitgehend fertig“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Das Dach ist gedeckt, die Fotovoltaik-Anlage bereits installiert.“

Bunte Holzbalken machen bereits nach außen hin deutlich, dass es sich nicht um ein normales Wohngebäude, sondern um einen Kindergarten handelt. „Uns war wichtig, dass das Haus auch von außen einen eigenen Charakter bekommt“, sagt der Stadtbaumeister, der die Pläne für das Gebäude selbst entworfen hat.

Gleichmäßiges Klima

Besonderes Augenmerk legten die Verantwortlichen auf die Energieeffizienz. Ein wesentlicher Baustein ist dabei der sogenannte Eisspeicher, der ausschließlich mit Wasser arbeitet und damit monatelang Wärme und Kälte speichern kann. „Auf diese Weise können wir im Winter heizen und im Sommer kühlen“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Insgesamt entsteht damit ein angenehmes, gleichmäßiges Klima.“

Weitere Bausteine des Energiekonzepts sind eine Wärmepumpe, eine Klimadecke, die Fotovoltaikanlage mit Batteriespeicher sowie eine Absorberfläche auf dem Dach. Diese nimmt Sonnen- und Umweltwärme auf und gibt sie an den Eisspeicher weiter. „Jede Technik für sich ist dabei gar nicht neu“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Allerdings haben wir verschiedene Aspekte sinnvoll miteinander kombiniert.“ Darüber hinaus würden ökologisch besonders verträgliche Baustoffe eingesetzt.

Ins Gebäude gelangen Kinder, Eltern und Erzieher später über einen extra großzügig angelegten Flur. Rechts davon ist bereits eine Kinderwagengarage entstanden, dahinter verbirgt sich ein Technikraum. Vom Flur aus führt der Weg geradeaus weiter in einen Mehrzweckraum, der teilweise auch als Elterncafé genutzt und mit einer Trennwand geteilt werden kann.

Große Glasfronten lassen viel Licht herein, nahezu jeder Raum verfügt über einen eigenen Ausgang nach draußen. Von ihrem künftigen Büro aus kann Kindergartenleiterin Stefanie Seminara stets einen Blick nach draußen werfen, um den Eingangsbereich im Auge zu behalten.

Eine Rutsche führt ins Freie

Auf der anderen Seite des Gebäudes befinden sich zwei Gruppenräume mit jeweiligem Schlafraum, eine richtige Küche und eine Spielküche sowie Toiletten. Ein großzügiges Treppenhaus und ein Aufzug verbinden das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss. Dort befinden sich zwei weitere Gruppenräume, ein Indoor-Spielbereich, ein Elternsprechzimmer und ein Bewegungsraum bis unters Dach.

Um die obere Etage herum führt ein Laubengang, über eine Treppe und eine Rutsche gelangen die Kinder auch im Freien nach unten. „Der Schatten, den die Überdachung durch den Laubengang wirft, schützt im Sommer vor Sonne und Hitze“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Außerdem kann man dadurch auch mal ein Fenster öffnen, wenn es regnet.“ Stehe die Sonne im Winter tief, könne ihre Wärme durch die Fenster dann trotzdem ins Innere des Gebäudes dringen.

In den kommenden Monaten werden sich die Handwerker in erster Linie mit dem Innenausbau beschäftigen – von Decken und Böden bis hin zur Installation von Technik, Toiletten und Küchen. Außerhalb des Gebäudes entstehen zurzeit ein Retentionsbecken, ein neuer Gehweg und Parkplätze. „Zum Schluss werden noch die Außenanlagen gestaltet“, sagt der Pfullendorfer Stadtbaumeister. Dann fehlen eigentlich nur noch die Kinder. Diese hatten in den vergangenen Monaten immer mal wieder die Baustelle besucht. Noch vor Ostern 2019 sollen sie dann tatsächlich umziehen können.

Handwerker sind auch noch auf anderen Baustellen in der Stadt aktiv. Zum Beispiel im ehemaligen Dominikanerinnenkloster. Das denkmalgeschützte Gebäude war von 2015 bis 2017 statisch ertüchtigt worden, inzwischen läuft der Innenausbau. „Etwa 70 Prozent dieser Arbeiten sind inzwischen ausgeschrieben, rund 30 Prozent fehlen noch“, sagt Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter. In diesen 30 Prozent enthalten sei auch die Installation eines gläsernen Aufzugs in Richtung Hauptstraße, der Ober- und Unterstadt besser miteinander verbinden soll. „Das Ziel ist weiterhin, die Baumaßnahme bis 2020 komplett abzuschließen“, sagt Peter.

Die Erschließung des Baugebiets Oberer Bussen ist derweil so gut wie abgeschlossen. Vor einer Woche wurde den Eigentümern der Grundstücke die Baufreigabe erteilt – und prompt rollten im Auftrag des ersten Bauherren Baufahrzeuge an. „Eine dicke Lehmschicht verhindert das Versickern von Regenwasser“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, zwei Sickerbecken anzulegen.“ Die Zufahrt zu den einzelnen Grundstücken erfolgt weitgehend über eine Ringstraße. Zur wenige werden über kurze Stichstraßen erreicht.

Zwischen dem Linzgau-Center und dem Hotel-Neubau an der Franz-Xaver-Heilig-Straße lässt die Stadt zurzeit einen neuen, öffentlichen Parkplatz anlegen. Nach der Fertigstellung können dort kostenlos 66 Fahrzeuge abgestellt werden. Während die neue Hausbrauerei im ehemaligen Bahnhof am kommenden Montag eröffnet, ist der Start des Hotelbetriebs für Ende November oder Anfang Dezember geplant. „Der Parkplatz wird noch vorher fertig sein“, sagt Jörg-Steffen Peter. „Ich schätze, in etwa vier Wochen.“

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