Kinder nehmen Räuberburg ein

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Kinder nehmen Räuberburg ein
Am heutigen Dienstag, 07. Juli 2020 wurde der neue Kinderspielplatz "Räuberburg" eingeweiht. Wir haben die Kinder nach ihrer Meinung gefragt.

Gemeinsam mit den Viertklässlern der Sechslinden-Schule in Pfullendorf hat die Stadt am Dienstag den neuen Spielplatz im Stadtgarten offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dort ist in den vergangenen Monaten eine attraktive Spiellandschaft für Kinder entstanden.

Die deutsche Tochterfirma des schwedischen Spielgerätehersteller Hags erstellte – passend zur benachbarten Räuberbahn – eine große „Räuberburg“ für Kinder ab dem Schulalter. Knapp zehn Meter ist der höchste Turm hoch. Hinab führt eine Tunnelwendelrutsche. Unterschiedliche Klettermöglichkeiten, einige Hindernisparcours, Rutschen und Geschicklichkeitsspiele in den Nischen garantieren Abenteuer und Abwechslung. Ein paar Meter entfernt, lädt eine kleinere Burg mit Rutsche, Leiter und Spielküche jüngere Kinder zum Spielen ein. Schaukeln, Wippe, Karussell und ein über zwei Meter hoher Kletterfelsen aus kunststoffbeschichtetem Beton bieten weitere Spielmöglichkeiten für jedes Alter und 250 Tonnen Sand bilden nicht nur einen weichen Untergrund, falls man beim Klettern mal einen Tritt verfehlt oder zu schwungvoll über die Rutsche saust, sondern machen den Spielplatz auch zu einem riesigen Sandkasten für die Kleinsten.

Ein Paradies für Kinder, das die Viertklässler gleich nach den Ansprachen und dem symbolischen Durchtrennen des Flatterbandes begeistert eroberten. Für die Erwachsenen gibt es einige nagelneue Sitzbänke und eine Sitzgarnitur. Weitere Sitzgelegenheiten werden demächst noch aufgestellt. Außerdem wird der Zaun, der den Spielplatz von den Gleisen und von der Straße trennt, erneuert.

„Der Spielplatz im Stadtgarten liegt mitten in der Stadt und wird sehr rege genutzt“, eröffnete Bürgermeister Thomas Kugler die Feierstunde. Er erinnerte daran, dass die Neugestaltung des in die Jahre gekommenen Spielplatzes eigentlich als Geschenk an die Bürger anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Pfullendorf gedacht war. Die Feierlichkeiten seien zwar alle wegen der Corona-Pandemie abgesagt und aufs nächste Jahr verschoben worden, aber den Spielplatz, der gleichzeitig den Stadtgarten aufwerten soll, habe man trotzdem schon in diesem Jahr gebaut.

„Wir wollten ein Highlight setzen“, sagte Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter, der über die Baumaßnahme informierte. 180 000 Euro habe die Stadt für den neuen Spielplatz ausgegeben. „Ein halbes Haus“, wie ein Gemeinderat einst bei der Genehmigung kritisch angemerkt habe. Für ihn selbst sei mit der Realisierung ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen, sagte Peter.

Der Spielplatz ist übrigens einmalig, wie Markus Mörz von der Herstellerfirma im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ berichtet. Der neue Spielplatz sei in der Gesamtgestaltung, in der Zusammenstellung und Auswahl der Spielgeräte vom Stadtbauamt speziell für den Stadtgarten konzipiert worden, sagte er.

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