Kinder basteln für den Pfarrer eine „Mutmachkiste“

Lesedauer: 4 Min
Jörg „Josh“ Pathel, Regine Klusmann und Tina Klaiber (von links) heißen Daniel Burk offiziell in Pfullendorf willkommen.
Jörg „Josh“ Pathel, Regine Klusmann und Tina Klaiber (von links) heißen Daniel Burk offiziell in Pfullendorf willkommen. (Foto: Tanja Japs)
Tanja Japs

Mit einem Gottesdienst in der Christuskirche ist Daniel Burk am Sonntagvormittag offiziell als neuer evangelischer Pfarrer in Pfullendorf eingesetzt worden. „Wir freuen uns, dass du da bist. Wir können miteinander Gutes und Neues entwickeln“, sagte Jörg „Josh“ Pathel, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. In Pfullendorf absolviert Burk, der im September als Nachfolger von Hans Wirkner in die Kirchengemeinde gekommen war, sein zweites Jahr als Pfarrer im Probedienst.

Dekanin Regine Klusmann führte am Sonntag die offizielle Einsetzung durch. „Pfullendorf hat großes Glück“, sagte sie zu Beginn des Gottesdienstes. Klusmann betonte, dass sie Daniel Burk nur ungern aus Überlingen weggehen lasse. Sie sieht in ihm einen ruhigen, einfühlsamen und kreativen Menschen, der nun seine größere Aufgabe sicher gut meistern wird – auch wenn ihm Pfullendorf als engagierte Gemeinde viel abverlangen wird. „Doch alles geschieht zu seiner Zeit und deshalb ist keine Eile geboten“, versicherte Klusmann.

Wohnsitz in Owingen

Hermann Billmann, Pfarrer im Ruhestand, wird Daniel Burk in Verwaltungsangelegenheiten unterstützen. Da sich Burk noch für ein Jahr im Probedienst befindet, darf er noch nicht alle Tätigkeiten durchführen. Das gibt ihm die Möglichkeit, langsam in die Kirchengemeinde hineinzuwachsen. Bis Ende Februar des nächsten Jahres wird er mit seiner Ehefrau Judith Kern in Owingen wohnen, um anschließend in das Pfarrhaus in Pfullendorf einzuziehen. Nach dem Probejahr werden sich Burk und der Kirchengemeinderat dann entscheiden müssen, ob er weiterhin als Pfarrer in Pfullendorf bleiben wird.

Blumensamen als Geschenk

Edith Reichle als Vertreterin der Ökumene überbrachte Grüße und Glückwünsche des katholischen Pfarrers Martinho Dias Mértola. Sie hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Seelsorgeeinheit Oberer Linzgau. „Wir wünschen uns sehr, dass Sie sich in unserer Gemeinde wohl fühlen“, sagte Reichle zu Daniel Burk. „Als kleines Geschenk habe ich eine Blumensamenmischung für Sie mitgebracht – als Symbol, dass Ihre Arbeit bei uns wachsen und gedeihen soll.“

Im gleichzeitig stattfindenden Kindergottesdienst bastelten zahlreiche Mädchen und Jungen für den neuen Pfarrer eine „Mutmachkiste“, die sie ihm am Ende des Gottesdienstes überreichten. „Manchmal bringt ein Neuanfang auch Ängste mit sich“, sagte Gemeindediakonin Tina Klaiber zu Daniel Burk. Dieser freute sich sehr – auf die zukünftige Zusammenarbeit und auf alles, was noch kommt. Beim anschließenden Umtrunk bekamen die Gottesdienstbesucher dann die Gelegenheit, mit dem Pfarrer persönlich ins Gespräch zu kommen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen