Haus bietet 53 Plätze für Senioren

Lesedauer: 3 Min
Schwäbische Zeitung

Bauherr des sechs Millionen Euro teuren Großprojekts, das vom Pfullendorfer Bauunternehmen Stocker schlüsselfertig erstellt wird, ist die Sozialgenossenschaft „Wohnen und Gesundheit im Alter“ (WoGA), die eigens für diesen Zweck ins Leben gerufen wurde.

Während der Bauphase gehören die beteiligten Pfullendorfer Unternehmen der Genossenschaft an, später sollen auch interessierte Bürger Mitglieder werden können.

Die Fertigstellung und der Erstbezug des fünfstöckigen Gebäudes, davon drei Stockwerke mit 53 Plätzen für die Seniorenbetreuung, sowie eine Etage mit 420 Quadratmetern für Ärzte und Gesundheitsdienstleister, ist für das Frühjahr 2010 geplant. Das Erdgeschoss auf Straßenhöhe bietet auf 130 Quadratmetern Platz für zwei kleinere Ladengeschäfte.

Die Betreuung der pflegebedürftigen Bewohner erfolgt später in Wohngemeinschaften. Zu jeder Wohnung gehört ein gemeinsames Wohnzimmer und eine Küche mit Essbereich, außerdem ein Privatraum für jeden Bewohner. Für die Pflege sind ausgebildete Pfleger zuständig, alle anderen Aufgaben werden rund um die Uhr von Alltagsbegleitern übernommen.

Thomas Göbel, Vorstand der WoGa, stellte in seiner Ansprache die baulichen Aspekte dar, während Ingrid Hastedt, Vorstandsvorsitzende des Wohlfahrtswerks Baden-Württemberg, Informationen zur Betreuung gab. „So viel Häuslichkeit wie möglich“, soll demnach für die Bewohner in dieser noch verhältnismäßig neuen Wohnform für pflegebedürftige Menschen geschaffen werden. „Ich bin sicher, dass wir das Richtige machen“, unterstrich Hastedt, die in dem neuen Haus eine Ergänzung zum bisherigen Pflegeangebot in der Stadt sah. Wieviel Arbeitsplätze im Haus entstehen, konnte Hastedt noch nicht sagen, nur soviel, dass das Pflegepersonal und die Alltagsbegleiter in der Region gesucht werden.

Auch Bürgermeister Thomas Kugler befürchtet keine Konkurrenz zum spitälischen Pflegeheim: „Wir haben das Projekt unterstützt. Es rundet mit seiner anderen Wohnform das Portfolio in der Altenbetreuung ab und ist eine sinnvolle und wichtige Ergänzung.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen