Grundschüler nehmen an den Waldjugendspielen im Neidling teil

Lesedauer: 4 Min

 Die Kinder lernen Tiere und Pflanzen des Waldes kennen.
Die Kinder lernen Tiere und Pflanzen des Waldes kennen. (Foto: Stadt Pfullendorf)
Schwäbische Zeitung

Etwa 100 Schüler der dritten Grundschulklassen haben bei den nun schon zum 19. Mal ausgetragenen Pfullendorfer Waldjugendspielen bei herrlichem Spätsommerwetter einen interessanten und lehrreichen Vormittag im Stadtwald Neidling erlebt. Teilgenommen haben die Kasimir-Walchner-Schule, die Sechslindenschule sowie die Grundschule am Härle. Der städtische Umweltbeauftragte Jürgen Seyfried setzt hier eine gemeinsame Initiative von Schul- und Forstverwaltung in die Praxis um. Auf spielerische Art und Weise werden Zusammenhänge in Natur und Umwelt den Schülern im Wald erklärt. Bei der Durchführung der Waldjugendspiele beziehungsweise bei der Betreuung der Stationen sind die Lehrer der teilnehmenden Schulen sowie der städtische Forstbetrieb Pfullendorf mit beteiligt.

An den insgesamt zwölf Stationen wurden verschiedene Bereiche zum Thema „Wald, Umwelt und Naturschutz“ behandelt. Dabei mussten an der Station „Müll“ verschiedene Abfall-Gegenstände entsprechend ihrer unterschiedlichen Entsorgung sortiert werden.

Beim „Wald-Memory“ mussten verschiedene Naturobjekte des Waldes sehr genau angeschaut werden, um diese anschließend vollzählig in der unmittelbaren Umgebung alle zu finden. Das Zusammensetzen eines Baumpuzzles erforderte sowohl Geschicklichkeit als auch Kombinationsfähigkeit aller Beteiligten. Dies war auch bei der Station „Rotfäule“ erforderlich, bei der neben Fragen zu dieser häufigen Pilzkrankheit bei Fichten auch ein Wurfspiel mit Zapfen erfolgte.

Zusätzlich wurde hier auf einem Rindenstück sehr anschaulich der Befall des Borkenkäfers dargestellt. An anderer Stelle wurden an Hand von Zweigen und Blättern die wichtigsten heimischen Baumarten erläutert. Verschiedene berufsspezifische Utensilien für Jäger, Waldarbeiter und Förster mussten an der Station „Grüne Berufe“ richtig zugeordnet werden.

Waldtiere entdecken

An der Station „Pirschpfad“ mussten auf einem Pirschgang verschiedene Waldtiere entdeckt und erkannt werden. Beim Zusammensetzen von Wörtern aus Fichtenzapfen waren Kreativität und Bereitschaft zur Kommunikation jedes Einzelnen gefragt. An einer weiteren Station wurde den Schülern in das Bewusstsein gebracht, wie groß das Spektrum der Verwendungsmöglichkeiten von Holz ist. Hier musste bei 20 verschiedenen Utensilien des täglichen Lebens differenziert werden, welche aus dem Rohstoff Holz angefertigt werden und welche nicht. Bei „Was wächst denn da?“ konnten die Teilnehmer leicht feststellen, was auf einem kleinen abgegrenzten Bereich des Waldbodens für eine Vielfalt von Pflanzen herrscht. Bei der Station „Geräusche-Memory“ wurde dem Gehörsinn jedes Einzelnen alles abverlangt, um die mit unterschiedlichen Inhalten abgefüllten Behältnisse jeweils paarweise richtig zuordnen zu können.

Zusammenarbeit in den Gruppen

Bei der Bewertung der einzelnen Gruppen wurden auch Kreativität, Disziplin und vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe berücksichtigt. Die Gruppen „Die sieben Füchse“ von der Sechslindenschule haben vor den „Löwen“ und den „Leoparden“, beide von der Grundschule am Härle, am besten abgeschnitten. Alle Schüler der drei Erstplatzierten wurden mit einer Urkunde belohnt. Die Veranstalter hoffen, dass die Schüler auf unterhaltsame Art und Weise sehr viel Interessantes über Wald, Natur und Umwelt gelernt haben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen