Grundschüler lernen den Wald kennen

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 Das Zusammensetzen eines Baumpuzzles verlangt Geschicklichkeit und Kombinationsfähigkeit.
Das Zusammensetzen eines Baumpuzzles verlangt Geschicklichkeit und Kombinationsfähigkeit. (Foto: Stadt Pfullendorf)
Schwäbische Zeitung

Rund 100 Schüler der dritten Grundschulklassen haben zum 20-jährigen Bestehen der Pfullendorfer Waldjugendspiele bei angenehmem Herbstwetter einen interessanten und lehrreichen Vormittag im Stadtwald-Distrikt Neidling erlebt.

Teilgenommen haben die Kasimir-Walchner-Schule, die Sechslindenschule sowie die Grundschule am Härle. Der städtische Umweltbeauftragte Jürgen Seyfried setzt hier eine gemeinsame Initiative von Schul- und Forstverwaltung in die Praxis um. Auf spielerische Art und Weise werden Zusammenhänge in Natur und Umwelt den Schülern im Wald erklärt. Bei der Durchführung der Waldjugendspiele und bei der Betreuung der Stationen sind die Lehrer der teilnehmenden Schulen sowie der städtischen Forstbetrieb Pfullendorf mitbeteiligt.

An den insgesamt 14 Stationen wurden verschiedene Bereiche zum Thema „Wald, Umwelt und Naturschutz“ behandelt. Dabei mussten an der Station „Müll“ verschiedene Abfall-Gegenstände entsprechend ihrer unterschiedlichen Entsorgung sortiert werden. Beim „Wald-Memory“ mussten verschiedene Naturobjekte des Waldes sehr genau angeschaut werden, um diese anschließend vollzählig in der unmittelbaren Umgebung zu finden.

Das Zusammensetzen eines Baumpuzzles erforderte sowohl Geschicklichkeit als auch Kombinationsfähigkeit aller Beteiligten. Dies war auch bei der Station „Rotfäule“ erforderlich, bei der neben Fragen zu dieser häufigen Pilzkrankheit bei Fichten auch ein Wurfspiel mit Zapfen erfolgte. Zusätzlich wurde hier auf einem Rindenstück sehr anschaulich der Befall des Borkenkäfers dargestellt.

An anderer Stelle wurden anhand von Zweigen und Blättern die wichtigsten heimischen Baumarten erläutert. Verschiedene berufsspezifische Utensilien für Jäger, Waldarbeiter und Förster mussten an der Station „Grüne Berufe“ richtig zugeordnet werden. An der Station „Pirschpfad“ mussten auf einem Pirschgang verschiedene Waldtiere entdeckt und erkannt werden. Beim Zusammensetzen von Wörtern aus Fichtenzapfen waren Kreativität und Bereitschaft zur Kommunikation jedes Einzelnen gefragt.

An einer weiteren Station wurde den Schülern in das Bewusstsein gebracht, wie groß das Spektrum der Verwendungsmöglichkeiten von Holz ist. Hier musste bei 20 verschiedenen Utensilien des täglichen Lebens differenziert werden, welche aus dem Rohstoff Holz angefertigt werden und welche nicht. Bei „Was wächst denn da?“ konnten die Teilnehmer leicht feststellen, was auf einem kleinen abgegrenzten Bereich des Waldbodens für eine Vielfalt von Pflanzen herrscht.

Bei der Station „Geräusche-Memory“ wurde dem Gehörsinn jedes Einzelnen alles abverlangt, um die mit unterschiedlichen Inhalten abgefüllten Behältnisse dann jeweils paarweise richtig zuordnen zu können.

Bei der Bewertung der einzelnen Gruppen wurden auch Kreativität, Disziplin und vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe berücksichtigt. Die Gruppe „das coole Waldteam“ von der Grundschule am Härle hat vor den „coolen Waldkriechern“ der Sechslindenschule und dem Team „Wolf“, wiederum von der Grundschule am Härle, am besten abgeschnitten.

Alle Schüler der drei Erstplatzierten wurden mit einer Urkunde belohnt. Die Veranstalter hoffen, dass die Schüler auf unterhaltsame Art und Weise sehr viel Interessantes über Wald, Natur und Umwelt gelernt haben.

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