Gerhard Hoffmann übernimmt Leitung der Diakonie

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Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Der Pfullendorfer Gerhard Hoffmann hat eine neue Stelle als Geschäftsführer des Diakonischen Werks Überlingen-Stockach angetreten. Damit folgt er auf Udo Pursche, der sich nach 43 Jahren bei der Diakonie in den Ruhestand verabschiedet hat. Auch für Hoffmanns Stelle als Sozialberater in Pfullendorf ist die Nachfolge bereits geregelt.

Gerhard Hoffmann hatte diese Aufgabe Ende 2014 von Rüder Semet übernommen, der den Pfullendorfern vor allem durch seinen Einsatz für das Werkstättle bekannt ist. Auch Hoffmann engagiert sich schon lange für das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt. Als Sozialberater für die Diakonie gab er seinen Gesprächspartnern in den vergangenen vier Jahren unter anderem Hilfestellung bei Konflikten in der Schwangerschaft, bei finanziellen Problemen oder bei Trennungen.

Ab sofort werden solche Beratungsgespräche nur noch etwa die Hälfte von Gerhard Hoffmanns Arbeitszeit ausmachen. Am vergangenen Freitag war er in einem Gottesdienst in Überlingen als Geschäftsführer des Diakonischen Werks eingesetzt worden. „Damit übernehme ich unter anderem die Dienstaufsicht für die 15 Mitarbeiter“, sagt Hoffmann. Darüber hinaus befasst er sich zum Beispiel mit der Einreichung von Anträgen und ist für die Finanzen und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Weg der Diakonie mitgestalten

Als einer von mehreren Bewerbern hatte sich Gerhard Hoffmann auf die ausgeschriebene Stelle beworben. „Ich werde ja auch weiterhin in der Beratungsarbeit tätig sein“, sagt er. „Zudem war es reizvoll, den Weg der Diakonie aus einer anderen Perspektive mitgestalten zu können.“ Dabei gebe es zunächst aber kein bestimmtes Großprojekt zu bearbeiten.

Als Geschäftsführer betreut Gerhard Hoffmann unter anderem das bestehende Netz der Beratungsstellen in Überlingen, Markdorf, Pfullendorf und Stockach. In Überlingen und Owingen setzt die Diakonie sogenannte Integrationsmanager in der Flüchtlingssozialarbeit ein. Sie unterstützen anerkannte Flüchtlinge bei der schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Eingliederung. „Die Verträge für die Flüchtlingssozialarbeit laufen erst einmal bis Ende kommenden Jahres“, sagt Hoffmann. „Aber die Integration von Flüchtlingen wird ja auch darüber hinaus eine wichtige Aufgabe bleiben.“

Ein Thema, mit dem sich das Diakonische Werk ebenfalls befasse, sei bezahlbarer Wohnraum – vor allem in der Bodenseeregion, aber eben nicht nur. „Auch wenn uns klar ist, dass wir nicht einfach neue Wohnungen aus dem Boden stampfen können“, sagt Gerhard Hoffmann. Langfristig wolle die Diakonie prüfen, ob sich weitere mögliche Tätigkeitsfelder ergeben.

Zurzeit pendelt Gerhard Hoffmann noch zwischen seinen Büros in Pfullendorf und in Überlingen. Ab Oktober wird er beruflich aber überwiegend am Bodensee erreichbar sein. Gleichzeitig bezieht seine Nachfolgerin ihr Büro in Pfullendorf: Die Sozialpädagogin, Familientherapeutin und Mediatorin Sylvia Fuller-Wüst zieht von Kassel an den Bodensee und übernimmt für die Diakonie dann die Beratungsgespräche. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Stelle in Pfullendorf hochkarätig zu besetzen“, sagt Gerhard Hoffmann.

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