Freie Wähler bilden Mehrheit in Aach-Linz

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In Aach-Linz holen die Freien Wähler bei der Ortschaftsratswahl 52,6 Prozent der Stimmen.
In Aach-Linz holen die Freien Wähler bei der Ortschaftsratswahl 52,6 Prozent der Stimmen. (Foto: Sebastian Korinth)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Durch die Kommunalwahlen am Sonntag haben sich einige Verschiebungen in den Pfullendorfer Ortschaftsräten ergeben: Während die Freien Wähler in Aach-Linz und Otterswang einen Sitz hinzugewinnen konnten, mussten sie in Zell/Schwäblishausen zwei abgeben. In Mottschieß gewann die CDU zu Lasten der Freien Wähler einen Sitz hinzu. Die Wahlbeteiligung lag überall deutlich höher als bei der Gemeinderatswahl.

In Pfullendorfs größtem Ortsteil Aach-Linz sind die Freien Wähler nun in der Überzahl. Sie legten im Vergleich zur letzten Kommunalwahl 2009 um 5,7 Prozentpunkte zu und bekamen 52,6 Prozent der Stimmen. Dadurch sind sie in Zukunft mit fünf Mitgliedern im Ortschaftsrat vertreten. Die CDU (47,4 Prozent) verliert ein Mandat und stellt in Zukunft nur noch vier Vertreter. Mit 693 Stimmen holte Ortsvorsteher Emil Gabele (CDU) das beste Ergebnis. Bei den Freien Wählern war Edgar Lang (528) am erfolgreichsten.

Keine Veränderungen bei der Sitzverteilung gibt es im Ortschaftsrat Denkingen. Die Freien Wähler verbessern ihr Ergebnis von 2009 um 3,8 Prozentpunkte auf 55 Prozent und behalten ihre fünf Sitze – obwohl Ortsvorsteher Klaus Fiesel nicht mehr zur Wahl angetreten war. Die meisten Stimmen bekam Karl Abt (559). Bei der CDU hatte Claus Bixler (443) die Nase vorn.

Auch in Großstadelhofen bleibt die Sitzverteilung konstant: Die CDU kommt dort auf 71,8 Prozent und behält ihre fünf Sitze. Die Freien Wähler (28,2 Prozent) stellen zwei Mitglieder. Die meisten Stimmen vereinte Ortsvorsteher Armin Haug (CDU, 333 Stimmen) auf sich. Bei den Freien Wählern lag Erich Gaupp (93) vorne.

Im Ortschaftsrat Zell a.A./Schwäblishausen mussten die Freien Wähler die Mehrheit an die CDU abgeben. Das Abrutschen von 64,4 auf 41,8 Prozent dürfte vor allem auf das Ausscheiden von Ortsvorsteher Karl Fritz (Freie Wähler) zurückzuführen sein, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. So sind die Freien Wähler in Zukunft nur noch mit drei statt bislang fünf Mitgliedern im Ortschaftsrat vertreten. Die CDU verbesserte ihr Ergebnis von 35,6 auf 58,2 Prozent und stellt in Zukunft vier statt zwei Mitglieder. Die meisten Stimmen bekamen Martin Hangarter (CDU, 167 Stimmen) und Claudia Hübschle (Freie Wähler, 120 Stimmen).

In Otterswang verlor die CDU 6,1 Prozentpunkte und einen Sitz. Die Christdemokraten kamen auf 57,9 Prozent der Stimmen und vier Sitze im Gremium, die Freien Wähler auf 42,1 Prozent und drei Sitze. Die meisten Stimmen bekam Ortsvorsteher Siegbert Krall (CDU, 131) vor Andreas Fischer (Freie Wähler, 118).

In Mottschieß konnte die CDU vier Prozentpunkte und einen Sitz im Ortschaftsrat hinzugewinnen. Die Christdemokraten holten 40,9 Prozent der Stimmen und stellen im Gremium in Zukunft drei statt zwei Mitglieder. Die Freien Wähler (59,1 Prozent) mussten vier Prozentpunkte und einen Sitz abgeben. Die meisten Stimmen holten Ortsvorsteher Erich Greinacher (Freie Wähler, 99 Stimmen) und CDU-Kandidat Iskender Taraca (76 Stimmen).

Für die sechs Sitze im Ortschaftsrat Gaisweiler waren lediglich drei Kandidaten, alle von den Freien Wählern, angetreten. Wenig überraschend wurden Heidrun Kneer, Roland Wlodarek und Ortsvorsteher Olaf Peter Krom dann auch ins Gremium gewählt. Die weiteren Mitglieder sind Uwe Weber, Hermann Bezikofer und Helmut Müller, deren Namen Wähler auf ihre Stimmzettel geschrieben hatten. Pech hatte Otto Sigg: Er bekam ebenso wie Bezikofer und Müller zwei Stimmen, hatte aber beim Losentscheid in der Sitzung des Wahlausschusses am Montagabend nicht das nötige Quäntchen Glück.

Bei der Wahlbeteiligung schnitt Mottschieß (82,4 Prozent) am besten ab. Es folgten Otterswang (77,6 Prozent), Zell/Schwäblishausen (77,5 Prozent), Großstadelhofen (67,4 Prozent), Denkingen (64,5 Prozent) und Gaisweiler (63,7 Prozent). Schlusslicht ist Aach-Linz mit 60,9 Prozent. Überall lag die Beteiligung allerdings deutlich höher als bei der Wahl zum Pfullendorfer Gemeinderat (46,4 Prozent).

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