Escad-Group bekommt den „Top Job“-Award

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Die beiden Escad-Vorstände Reiner Hafen und Rudolf Rauch, hier zusammen mit dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Cl (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die besten Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter im deutschen Mittelstand bietet unter anderem die Pfullendorfer Escad-Group. So sieht es zumindest die 1993 geründete Firma Compamedia. Seit 2002 zeichnet sie in einem Arbeitgeber-Wettbewerb mit dem Namen „Top Job“ die führenden getesteten Unternehmen aus. Escad gehört zum ersten Mal zu den Preisträgern.

Das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen hatte zuvor die Mitarbeiter und die Personalleitungen aller Bewerber befragt. Als Mentor des Unternehmenswettbewerbs überreichte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement im Landschaftspark Duisburg-Nord allen Gewinnern das „Top Job“-Siegel.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagt Vorstand Rudolf Rauch. „Wir haben ein ganz besonderes Arbeitsklima geschaffen, das wir auch künftig pflegen wollen. Die Erkenntnisse aus dem Benchmark-Bericht helfen uns, diesen Weg erfolgreich weiter zu gehen.“

Gut abgeschnitten hat die Escad-Group unter anderem wegen ihrer familienfreundlichen Personalpolitik. Ein „gutes Beispiel“ dafür sei die mehrmonatige Freistellung einer Mitarbeiterin, die auf Weltreise gehen wollte, heißt es auf der „Top Job“-Internetseite. Auch private Änderungspläne unterstütze der Arbeitgeber: Sei aus familiären Gründen ein Umzug in eine andere Stadt geplant, bemühten sich die Vorgesetzten, am nächstgelegenen Firmenstandort eine passende Aufgabe für den Betroffenen zu finden. Bei Bedarf könnten Mitarbeiter außerdem von zu Hause aus arbeiten.

Lobend hervorgehoben werden auch die Zuschüsse, die die Escad-Group für die Kinderbetreuung gewährt – etwa für Betreuungseinrichtungen oder für Tagesmütter. „Auf diese Weise unterstützen wir unsere Beschäftigten darin, Familie und Beruf optimal zu kombinieren“, wird Monika Kupfer von der Personalabteilung zitiert. Zudem könne die Arbeitszeit flexibel gestaltet werden. Zwar gebe es Kernarbeitszeiten, aber bei Bedarf – etwa wenn Kinder krank sind oder kurzfristig andere Termine wahrgenommen werden müssen –, sei nach Rücksprache mit den Vorgesetzten die nötige Flexibilität selbstverständlich.

Auf eine gute Abstimmung komme es auch in den selbstgeführten Teams an. Ein Beispiel dafür sei die Personalabteilung selbst, denn sie bestehe aus gleichberechtigten Partnern. Bei „Top Jop“ ebenfalls überzeugt hat ein Briefkasten, in dem Ideen gesammelt werden, die von einem dafür eingerichteten Arbeitskreis geprüft werden.

„Top Job“ basiert auf einem Verfahren, das Heike Bruch vom Institut für Führung und Personalmanagement entwickelt hat. Für die aktuelle Runde haben sich 131 Unternehmen beworben, 89 von ihnen erhalten die Auszeichnung als beste Arbeitgeber im deutschen Mittelstand. Die diesjährigen Top-Arbeitgeber beschäftigen im Schnitt 328 Mitarbeiter. 40 Prozent der Ausgezeichneten entlohnen ihre Beschäftigten übertariflich und die vorbildlichen Arbeitgeber sind auch wirtschaftlich erfolgreich: Unter ihnen finden sich 26 nationale und 13 Weltmarktführer.

Alle „Top Job“-Unternehmen im Porträt sind auf www.topjob.de zu finden.

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