Einsatzfahrzeuge der Hilfsorganisationen erhalten Aufkleber 112

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Die europaweite Notrufnummer 112 muss stärker ins Bewusstsein der Menschen. Darüber sind sich Klaus Rist und Matthias Reiss vom (Foto: Anthia Schmitt)
Schwäbische Zeitung
Anthia Schmitt

Manch einer kennt diese Situation: Bei einer Wanderung auf einem Gebirgssteig tritt ein medizinischer Notfall ein oder auf einer Auslandsreise passiert ein Unfall mit Verletzten. Schnelle Hilfe wäre wichtig, aber wie holen? Ist es die 110, die 112, die 118 oder eine andere Nummer, die man anwählen muss. Irgendwo stand doch was über die Notrufnummern in Europa, aber jetzt in der Aufregung will es einem partout nicht mehr einfallen.

Die Hilfsorganisationen im Landkreis Sigmaringen haben sich zum Tag des Euronotrufs am 11. Februar etwas einfallen lassen, um dem Gedächtnis der Bürger auf die Sprünge zu helfen. Sämtliche Einsatzfahrzeuge, ob die des Roten Kreuzes, der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks oder des Malteser Hilfsdiensts, erhalten einen Aufkleber mit dem blaugelben Logo des europaweiten Notrufs. „Notruf 112 europaweit“ ist darauf zu lesen.

Immerhin 150 Fahrzeuge der Hilfsorganisationen bringen künftig diese schon seit Jahren gültige einheitliche Notrufnummer, die ohne Vorwahl und gebührenfrei in jedem europäischen Land eine Verbindung mit der nächsten Notrufzentrale herstellt, unter die Bevölkerung im Landkreis. „Es ist wichtig, dass diese Nummer weit verbreitet wird“, sagt Dieter Müller, Kommandant der Pfullendorfer Feuerwehr, „die einheitliche Notrufnummer kann Leben retten.“

Für ihn und seine Feuerwehrleute ist es selbstverständlich, dass auch die Pfullendorfer Einsatzfahrzeuge den großen Aufkleber erhalten. „Viele Menschen kennen die Nummer nicht, dadurch verzögert sich ein Notruf im Ernstfall“, sagt Müller, der sogar noch einen Schritt weiter geht. Er hat auch das 48 mal 48 Zentimeter große Plakat mit dem Logo angefordert, das seinen Platz beim Feuerwehrhaus erhält.

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