Martin Kuhn (dritter von rechts) war mehr als 30 Jahre in Wald tätig.
Martin Kuhn (dritter von rechts) war mehr als 30 Jahre in Wald tätig. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

- Eine der Personen, die Wald maßgeblich am Leben halten, lässt es nun ruhiger angehen. Der gelernte Elektromeister Martin Kuhn war seit 1. April 1990 als Hausmeister angestellt. Damals noch von den Schwestern geleitet, sei er „immer mehr reingerutscht“ in die Organisation um das Kloster, heißt es in einer Pressemitteilung. So rückten für den Technischen Leiter immer mehr Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Umbaumaßnahmen, Arbeitssicherheit und Brandschutz in den Vordergrund.

Martin Kuhn sah sich immer in der Rolle des Dienstleisters für die Schule. Als solcher hat er „der Schule viel Geld gespart“, wie Schulleiter Hils betonte. Zusammen mit seinem Hausmeisterteam hat er sich zuletzt um die Ausstattung der Schule mit Medientischen, Dokumentenkameras und Internet in allen Klassenzimmern besonders verdient gemacht – oftmals war Kuhn ein kritischer, aber äußerst konstruktiver Begleiter. Der Satz: „Es geht mich zwar nichts an, aber…“ stand mehr als einmal am Anfang von wichtigen Verbesserungen.

Hausmeister Kuhn wird aber nicht nur wegen seiner Umtriebigkeit in Wald in Erinnerung bleiben. Von seinen Interessen auch außerhalb des Klosters zeugt sein humanitäres Engagement in Afrika und bei Katastrophen wie dem Erdbeben in Haiti 2010. Hierfür musste das Kloster zwar teilweise lange Wochen und Monate auf ihn verzichten, aber diese Ausflüge in die Welt der gelebten Solidarität ließen ihn immer motiviert und mit Tatendrang nach Wald zurückkehren. Dabei konnte er sich immer auf eine sehr gute Vertretung durch sein Hausmeisterteam verlassen.

Unter einem Vorwand lockten Schulleiter Hartwig Hils und Internatsleiterin Rita Schmid den Mann, der am liebsten gar keine Feier zum Abschied gehabt hätte, in die Mensa. Hier gab es dann einen kleinen Abschied mit kurzen Reden, Kaffee und Kuchen, Gesprächen und Austausch (mit Abstand und Maske). Ganz so, wie Martin Kuhn es eigentlich mochte. Auf die Frage, was er am meisten vermissen würde, sagte er dann auch: „Veranstaltungen wie diese.“ Schulleiter Hils dankte ihm „für all die Arbeit – für das Haus und für die Schulstiftung“. Martin Kuhn schätzte „das angenehme Zusammenarbeiten“ mit Schule, Internat, Werkstätten und den Schwestern: Mit einem „Vielen Dank, und machen Sie so weiter!“ verabschiedet er sich unter lang anhaltendem Applaus.

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