Ein Dorf gibt sich die Ehre

Lesedauer: 4 Min
Der Liederkranz Otterswang hat seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Der Liederkranz Otterswang hat seinen 100. Geburtstag gefeiert. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Mit zwei gut besuchten Veranstaltungen haben die Otterswanger Sänger das hundertjährige Bestehen ihres Liederkranzes gefeiert – und mit ihnen das ganze Dorf und Gäste aus der Umgebung.

Zum samstäglichen Festabend hatten sich in der von den Chor-Ehefrauen festlich geschmückten Otterswanger Mehrzweckhalle die Repräsentanten des Dorfes zahlreiche Vertreter aus der Männergesangsszene und weitere Gäste eingefunden. Josef Zeller führte routiniert und engagiert durch das mehr als fünfstündige Programm. Liederkranzvorsitzender Thomas Braun betonte, nur im Zusammenklang vieler beteiligter Helfer käme ein solches Ergebnis zustande. Vor allem lobte er das Engagement des stellvertretenden Vorstands Paul Eisele und des Schriftführers Andreas Kuhm.

Als Dank eine Rose

Bereits der erste Programmpunkt mit dem Auftritt der Otterswanger Kindergartenkinder setzte den ersten Maßstab für einen gelungenen Abend. Geradezu gerührt zeigten sich die Sänger des Chores, als jeder von ihnen von den Kleinsten eine Rose überreicht bekam. Nicht weniger beeindruckend war der musikalische Auftritt der Jugendgemeinschaft Otterswang. Mit selbst getexteten Lieder bewiesen sie ihre Kreativität. Verstärkt durch den Kirchenchor aus Ebersbach gab der einheimische Kirchenchor frische Lieder zum Besten, hatte doch ihr Dirigent Arthur Kolb jahrzehntelang den Jubiläumschor als Leiter begleitet.

Pfarrer Nicki Schaepen, Bürgermeister Achim Deinet, Ortsvorsteherin Danielle Schäfer und Chormitglied Franz Vogel äußerten in ihren Reden Respekt und Anerkennung für die Leistungen der Verantwortlichen bei der Gründung 1919 und der Wiederaufnahme 1952. Als Abschluss des Gratulationsreigens überreichte der Präsident des Oberschwäbischen Chorverbands Achim Schwörer die Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes.

Der anschließende Teil des Abendprogramms widmete sich dem Chorgesang und stand unter dem Zeichen der Freundschaft mit dem Patenchor „Sängerbund“ aus Aulendorf. Mit dem Gefangenenchor aus Verdis Nabucco, dem fast brachialen Männerchorstück „Von der Traube in die Tonne“ und schlussendlich dem Jägerchor aus Carl Maria Webers „Freischütz“ fand der musikalische Abend seinen Abschluss. Zur Unterhaltung der Gäste bot noch bis kurz vor Mitternacht die Musikkapelle Otterswang flotte Weisen.

Brechend voll zeigte sich die Halle am Sonntagnachmittag, als verschiedenste Chorformationen ein Zeugnis ihrer Arbeit und ihres Könnens boten. Ob es der temperamentvoll geleitete gemischte Chor aus Reichenbach-Sattenbeuren, der Liederkranz Renhardsweiler oder der Männergesangverein Steinhausen-Muttensweiler mit seinen fulminanten Vorführungen war – es wurde zu keiner Sekunde langweilig für die Zuhörer im Saal.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen