Denkingen will im Derby nachlegen

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Heiko Walz (li.) und Tino Wagner (ganz rechts), hier beim 8:0-Sieg in der Vorwoche im Zweikampf mit dem Allensbacher Simon Kirs
Heiko Walz (li.) und Tino Wagner (ganz rechts), hier beim 8:0-Sieg in der Vorwoche im Zweikampf mit dem Allensbacher Simon Kirschner, müssen am Samstag im Derby beim FC Überlingen die beeindruckende Leistung wiederholen. Acht Tore brauchen sie aber ni (Foto: Karl-Heinz Bodon)
Kevin Müller

Am 9. Spieltag will der SV Denkingen den 8:0-Sieg gegen den SV Allensbach mit Punkten aus dem Derby beim FC Überlingen untermauern. Der TuS Immenstaad ist zu Gast beim SC Gottmadingen-Bietingen. Für den FC Kluftern geht es zum FC Hilzingen. Der SC Pfullendorf will im Heimspiel gegen die SG Reichenau/R.-Waldsiedl. gewinnen. Für den SV Deggenhausertal geht es zum FC Öhningen-Gaienhofen und Aach-Linz empfängt den SV Orsingen-Nenzingen.

FC Überlingen – SV Denkingen (Sa., 15.30 Uhr). - Das 3:4 des FC Überlingen gegen den FC Kluftern hat bei Coach Florian Stemmer Spuren hinterlassen: „Wir müssen nach 15 Minuten mit 3:0 führen. Mit dem ersten Konter liegen wir aber hinten, kriegen vor der Pause noch das 0:2. Nach der Halbzeit drehen wir das Spiel, hören auf zu spielen. Kluftern kommt zurück. Nach dem Platzverweis ist die Sache durch. Unglaublich.“ Denkingen schwimmt dagegen auf der 8:0-Welle. Trainer Helmut Wunderlich sagt: „Der Gegner hat viele Fehler gemacht. Dennoch haben wir gut nach vorne gespielt.“ Vor Überlingen hat Wunderlich aber Respekt: „Das wird eine andere Hausnummer. Überlingen hat viel Qualität in der Offensive, ist aber defensiv anfällig. Wir müssen unser Spiel durchziehen.“ Florian Stemmer ist gewarnt: „Denkingen wird sich auch nicht kampflos ergeben, aber ich denke, die Mannschaft ist gewillt die drei Punkte zu Hause zu behalten.“ Personell sieht es bei den Nullneunern nicht gut aus, bei Denkingen fehlen Heiko Walz, Manuel Frick und Marcel Brack.

SC Gottmadingen-Bietingen – TuS Immenstaad (Sa.., 16 Uhr). - Eine sehr unglückliche 1:2-Niederlage musste Immenstaad gegen Hilzingen hinnehmen. TuS-Coach Daniel Schmid sagt: „Dummheit kann man an dieser Stelle sehr groß schreiben. Das war ein Spiel, das wir nie verlieren dürfen. In der Nachspielzeit hat Hilzingen zwei Elfer, verschießt sogar einen. Aber das Glück war nicht mit uns.“ Der SC Gottmadingen-Bietingen schoss sich zuletzt mit 7:0 gegen den TSV Konstanz warm. „Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst. Wir müssen uns endlich für unser Engagement belohnen“, meint Schmid, der auf einige Spieler verzichten muss.

FC Hilzingen – FC Kluftern (So., 15 Uhr). - Sieben Tore bekamen Klufterns Zuschauer beim 4:3-Sieg gegen Überlingen zu sehen. Beste Unterhaltung. Mit Hilzingen steht die nächste schwere Aufgabe für die Mannschaft von Ingo Backert an. Der Absteiger zeigt sich in Frühform und führt die Tabelle an. Die Favoritenrolle düfte also bei den Hilzinger liegen. Vielleicht kann der FCK aber den Nutzen daraus ziehen und den Favorit überraschen. Zu unterschätzen, ist Kluftern jedenfalls nicht.

SC Pfullendorf II – SG Reichenau/R.-Waldsiedl. (So., 15 Uhr). - Beim Aufsteiger Zizenhausen/Hindelwangen/Hoppetenzell gab es für das F-Team eine klare 2:5-Niederlage. „Wir haben die beste erste Halbzeit der Saison gespielt, waren aber vor dem Tor nicht effektiv genug. In der zweiten Halbzeit haben wir keine Zweikämpfe mehr angenommen und im Mittelfeld kaum präsent“, sagt F-Team-Coach Topal. Gegen Reichenau soll wieder ein Sieg her. „Leider haben wir gegen kampfstarke Mannschaft hin und wieder Probleme. Die Mannschaft spielt lieber gegen spielerisch starke Teams. Aber: Wir müssen die Zweikämpfe annehmen. Ich denke Reichenau wird, ähnlich wie Zizenhausen, sehr körperbetont spielen.“ Verzichten muss er auf Hänsler, Emeri, Trissner und Vögtle.

FC Öhningen-Gaienhofen – SV Deggenhausertal (So., 15 Uhr). - Einen sehr wichtigen Dreier hat der SV Deggenhausertal beim 4:2-Sieg gegen Aach-Eigeltingen eingefahren. „Wir waren zum Siegen verdammt, haben es aber sehr gut gespielt. Somit konnten wir den Anschluss halten“, sagt Markus Mecking, Trainer des SV Deggenhausertal. Öhningen-Gaienhofen ist ein unangenehmer Gegner. „Zuletzt haben wir uns in Öhningen immer sehr schwer getan. Öhningen ist sehr spielstark und - wenn es die Situation verlangt - auch sehr kampfstark“, sagt Mecking, der von seiner Mannschaft fordert, dass sie die Initiative ergreift und den Gegner früh unter Druck setzt. Dabei muss er aber auf Caspari, Seubert und Frank verzichten.

TSV Aach-Linz – SV Orsingen-Nenzingen (So., 15 Uhr). - Nach schwachem Saisonstart kommt der TSV Aach-Linz immer besser in Fahrt, wie beim 4:0-Sieg beim SV Mühlhausen. Trainer Alessandro Paolantonio ist zufrieden: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Das Team hat wunderbar funktioniert. Wir haben die Ausfälle gut kompensiert.“ Jetzt trifft Paolantonio auf sein Ex-Team, für das er vier Jahre lang arbeitete. „Orsingen-Nenzingen ist eine Mannschaft, die über das Kollektiv kommt und als Einheit sehr gut funktioniert. Mit dem Sieg gegen Öhningen hat die Mannschaft bewiesen, dass sie sehr stark ist. Wir werden alles raushauen und wollen die drei Punkte behalten.“ Dabei helfen dürfte die Tatsache, dass sich das Lazarett lichtet.

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