Daniel Schuhmacher veröffentlicht im Oktober sein drittes Album

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Nach Aufenthalten in Berlin und Köln wohnt Daniel Schuhmacher wieder in Pfullendorf. „Hier fühle ich mich am wohlsten“, sagt er. (Foto: Josephine Lütke)
Schwäbische Zeitung
Lisa Dollenmaier

Seit seinem Sieg bei der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) 2009 hat sich in der Karriere von Daniel Schuhmacher einiges getan. Der anfängliche Trubel war zwar schnell vorüber, aber seither versucht sich der Superstar im harten Musikbusiness zu etablieren. Am 25. Oktober erscheint sein drittes Album „Diversity“. Die erste Single, „Rolling Stone“, ist bereits seit dem 16. August erhältlich. Das Besondere am neuen Album: Daniel Schuhmacher hat alle Songs selbst geschrieben und war in jeden auch noch so kleinen Prozess der Produktion involviert.

„Das ist auch der Grund, weshalb ich so stolz auf das Album bin“, sagt Schuhmacher. Denn in der Zeit nach seinem Sieg bei DSDS konnte er von so viel künstlerischer Freiheit nur träumen, „Ich hatte damals eigentlich kaum Mitspracherecht bei der Wahl meiner Songs oder meines Images.“ Mit seinem dritten Album möchte Schuhmacher nun aber „auf eine andere Reise gehen“, sagt er. „Nach vier Jahren habe ich jetzt endlich selbst die Kontrolle über meine Arbeit. Das ist ein sehr befreiendes Gefühl.“ Seit zwei Jahren stecke er seine ganze Energie in die Produktion des neuen Albums und auch der Vermarktung möchte er künftig seine volle Aufmerksamkeit widmen.

Dass sich der Erfolg eines Albums nicht von alleine einstellt, weiß Daniel Schuhmacher nur zu gut. „Ich möchte es in die Top 100 der deutschen Charts schaffen“, sagt er. „Das wird mindestens noch mal genau so viel Arbeit wie die Produktion des Albums.“ Mit einer Mischung aus Pop, Rock und Electro der 80er-Jahre erzähle er in seinen neuen Songs viel über seine persönliche Geschichte und rechne mit einigen negativen Erlebnissen in der Zeit nach DSDS ab. Diese Zeit sei nicht immer leicht gewesen. „Man steht von einem Moment zum anderen im Rampenlicht, hetzt von Termin zu Termin und bekommt eigentlich nur am Rande mit, was draußen vor sich geht und was über einen geredet wird.“

Auch mit vielen negativen Kommentaren habe er zurechtkommen müssen. „Ich war damals noch sehr unsicher und schüchtern. Mich haben einige Aussagen daher teilweise stark getroffen“, sagt er. „Ich musste wirklich in kürzester Zeit erwachsen werden und mir ein dickes Fell zulegen.“ Seine Leidenschaft für die Musik habe ihn dabei allerdings immer angetrieben und ihm geholfen, nie den Mut zu verlieren. Mittlerweile habe er sich an Kritik und negative Kommentare gewöhnt und könne gut damit umgehen.

Das Image des deutschen Superstars würde ihm dennoch auch heute noch manchmal Steine in den Weg legen. „Man bekommt diesen Casting-Stempel aufgedrückt und es ist sehr schwer, sich davon zu lösen und ernst genommen zu werden“, sagt Schuhmacher. Umso mehr freue er sich, sein drittes Album zu veröffentlichen. „Es spiegelt mich selbst wider und nicht den Gewinner von DSDS. Ich kann endlich die Musik machen, die ich möchte“, sagt er.

Erholung von der Arbeit findet Schuhmacher vor allem in Pfullendorf, denn obwohl er eine Zeit lang in Berlin und Köln gewohnt hat, zog es ihn zurück in die Heimat. „Pfullendorf ist mein Zuhause. Hier fühle ich mich am wohlsten und ich habe vor, erst einmal hier zu bleiben.“ Denn besonders seine Familie, seine Freunde und seine starke Fangemeinschaft in Pfullendorf würden ihm die Kraft geben, auch weiterhin hart zu arbeiten und an sich zu glauben.

Dass er bei DSDS mitgemacht habe, bereue er trotz aller negativer Erfahrungen nicht. Im Gegenteil: Er sei sogar froh darüber. „Das Format hat mir den Einstieg in die Musikbranche eröffnet und ich konnte viele Kontakte knüpfen, zu denen ich ohne DSDS nie gekommen wäre“, sagt Schuhmacher. „Für diese Chance bin ich sehr dankbar.“

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