Buchtipps reichen von unterhaltsam bis spannend

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Martina Feldt, Leiterin der Stadtbücherei, und Buchhändler Michael Schlageter geben Büchertipps für die Ferienzeit.
Martina Feldt, Leiterin der Stadtbücherei, und Buchhändler Michael Schlageter geben Büchertipps für die Ferienzeit. (Foto: Anthia Schmitt)
Anthia Schmitt

Ob bei Sonnenschein auf dem Liegestuhl oder bei Regen und kühleren Temperaturen im Sessel, ob zu Hause oder im Urlaub: Die Ferientage sind bestens dazu geeignet, sich die Zeit mit einem schönen und unterhaltsamen Buch zu vertreiben. Buchhändler Michael Schlageter von der Linzgau-Buchhandlung und Martina Feldt, Leiterin der Stadtbücherei in der Steinscheuer, haben für die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ eine Auswahl der Bücher zusammengestellt, die aus ihrer Sicht in diesem Sommer besonders lesenswert sind.

Es gibt in diesem Jahr viele tolle neue Bücher für jeden Geschmack – da sind sich die beiden einig. Die Auswahl fällt ihnen deshalb fast schwer: Noch eine Empfehlung und noch eine weitere haben die Bücherkenner parat, bevor sie sich für „eine bunte Mischung aus Lieblingsbüchern entscheiden.

Den Roman „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky nennt Martina Feldt als erstes. „Das ist etwas für Leser mit Freude an einer schönen Sprache“, sagt sie. Dann nennt sie den Roman „Töchter“ von Lucy Fricke, ein Roadmovie und eine Freundinnengeschichte für Frauen mit Sinn für Humor, und den Roman „Rimini“ von Sonja Heiss, der sich bestens als Hörbuch für Paare auf langen Autofahrten eignet.

Tipp für Männer mit Familiensinn

„Weise und voller Tiefgang“ sei der Roman „Zuversicht“ von Mirah Magen, sagt Martina Feldt. Das Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die aus Verzweiflung über den Tod von Mann und Sohn zu alten Menschen ins betreute Wohnen zieht und dort den Weg zurück ins Leben findet. Für „Männer mit Familiensinn“ empfiehlt Feldt den Roman „Vatertage“ von Stephan Bartels.

Eher „etwas Leichtes“ auf ihrer Vorschlagsliste ist „Ein fast perfekter Urlaub“ von Adèle Bréau, „gute Unterhaltung für Frauen“ verspricht „Schwestern für einen Sommer“ von Cecilia Lyra und ein Buch, das Mutter und Tochter lesen können, ist „Vertrauen und Verrat“, der erste Band einer fantastisch-romantischen Trilogie von Erin Beaty. Auch für junge Rucksackreisende hat Martina Feldt einen Tipp, der nicht im Gepäck fehlen sollte: den Ratgeber „Urlaub und Reise“ aus der Reihe „Trick 17“. Natürlich gibt es in ihrer Aufstellung auch einen aktuellen Thriller: „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing.

Diesen Tipp hat auch Michael Schlageter auf seinem Bücherstapel für die Ferien. Dazu empfiehlt er die Biografie „Stillhalten“ von Nina Jäckle, die das Leben ihrer Großmutter Tamara Danischewski, der Tänzerin und Freundin von Otto Dix, erzählt. „Richtig Spaß“, so Schlageter, macht der Philosophenroman „Das Café der Existenzialisten“ von Sarah Bakewell. Mit den großen Philosophen am Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigt sich auch das Buch „Die Zeit der Zauberer“ von Wolfram Eilenberger, das Schlageter als „anspruchsvoll und trotzdem gut lesbar“ bewertet.

Geschichten vom Rhein

Nicht mehr ganz aktuell, aber sehr empfehlenswert ist laut Schlageter der Roman „Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff, der mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde und jetzt als Taschenbuch vorliegt. Ebenfalls auf der Liste des Buchhändlers: die dramatische Geschichte „Kind ohne Namen“ von Christoph Poschenrieder, der druckfrische spannende Krimi „Reue“ von Sascha Berst-Fridiani mit dem unerwarteten Ende, die Biografie von Otto Waalkes („Kleinhirn an alle“) oder „Alles fließt“ von Elke Heidenreich mit Bildern und Geschichten vom Rhein.

Eher unter den lesenswerten Sachbüchern: „Der Mensch im Tier“ von Norbert Sachser und „Zehn Gründe, warum du deine Social-Media-Accounts sofort löschen musst“ von Jaron Lanier. Auch für ältere Jugendliche hat Schlageter Tipps: „Quality Land“ von Marc-Uwe Kling und „Abgefahren“ von Dirk Pope, die schräge Geschichte des behäbigen Viorel, der plötzlich vor einer gewaltigen Herausforderung steht, weil seine verstorbene Mutter in ihrer Heimat am Schwarzen Meer beerdigt werden will.

Natürlich gibt auch einige Fortsetzungen, auf die die Fans schon warten: „Die Geschichte des verlorenen Kindes“, der vierte Band der Neapel-Saga von Elena Ferrante, den neuen Krimi um Inspektor Dupin „Bretonische Geheimnisse“ von Jean-Luc Bannalec, den „Kluftinger“ des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr, „Kaiserschmarrndrama“, den neunten Fall für Franz Eberhofer von Rita Falk, „Totentanz am Strand“ über den gefährlichen Dr. Sommerfeldt von Klaus-Peter Wolf und „Zeiten des Aufbruchs“ von Carmen Korn. Der dritte Band dieser Trilogie erscheint übrigens im Herbst, ebenso der fünfte Band „Die Mondschwester“ der Reihe „Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley.

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