Blubbr-Workshop stößt auf geringe Resonanz

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Cäcilia Krönert

Eher mäßig gut besucht gewesen ist ein Workshop zur Online-Plattform Blubbr.de am Dienstagvormittag im Pfullendorfer Rats- und Bürgersaal. Lediglich eine Handvoll Teilnehmerinnen – überwiegend Angestellte der Stadtverwaltung – hatte genug Interesse und/oder Zeit, sich über die Möglichkeiten der Internetseite zu informieren. Doch davon wollen sich die Verantwortlichen nicht entmutigen lassen. Sie sehen Blubbr.de auch knapp ein Jahr nach dem Start noch in der Aufbauphase. „Generell begreifen wir das Projekt als große Chance“, sagte Pfullendorfs Innenstadtbeauftragte Mira Krane, die sich selbst mit Inhalten an der Online-Plattform beteiligt.

Was es mit der Internetseite auf sich hat, fasste Projektleiterin Britta Benz von der Bad Saulgauer Agentur Creaktiv zusammen. Blubbr.de verstehe sich als Internetseite für Erlebniseinträge und Berichte von Bloggern aus dem Landkreis Sigmaringen, sagte sie. Diese könnten auf dem Portal beispielsweise von Freizeittipps, Erlebnissen, Veranstaltungen, kulinarischen Höhepunkten oder einem Besuch im Waldfreibad berichten. Es soll im wahrsten Sinne des Wortes herumgeblubbert werden – über dies und das und von jedem, der Lust hat, irgendetwas auf der Online-Plattform mitzuteilen.

Zu Britta Benz’ wenigen Zuhörerinnen zählten am Dienstag Samantha Eikelmann, die anlässlich ihrer Ausbildung zurzeit in der Pfullendorfer Tourist-Information arbeitet, und Sarah Mahlenbrey, Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendbüros. Beide könnten sich vorstellen, sich als Bloggerinnen an Blubbr.de zu beteiligen, sagten sie. Eikelmann zum Beispiel zählt mit ihren 20 Jahren exakt zur Zielgruppe der 18- bis 35-Jährigen, die das Internet-Portal ansprechen soll. Bis jetzt haben auf der Seite 52 Blogger insgesamt 270 Beiträge verfasst.

Jeder, ob Privat- oder Geschäftsmann, könne sich als Blogger registrieren lassen und loslegen, sagte Britta Benz. Online gestellt werde der Beitrag allerdings erst nach einer Kontrolle von den Mitarbeitern ihrer Agentur. Zurzeit seien drei Mitarbeiter damit beschäftigt, die Beiträge beispielsweise auf Beleidigungen hin zu prüfen. Etwaige Follower, also Leser oder Abonnenten der Seite, können die Beiträge anschließend öffentlich kommentieren.

Nach und nach wolle das Internetportal eine Übersicht über alles geben, was der Landkreis Sigmaringen zu bieten hat, sagte Britta Benz. So könne Blubbr.de zu einer Informationsquelle und zu einer Gesprächsplattform werden. Und nicht nur Benz selbst glaubt daran, dass das funktionieren kann. „Es liegt voll im Trend. Viele junge Leute schreiben im Internet etwas über ihre täglichen Erlebnisse“, sagte Samantha Eikelmann.

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