Beim Brauereifest wird musiziert und getanzt

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Beim ersten Brauereifest im Gasthaus Lamm in Pfullendorf geht es traditionell zu.
Beim ersten Brauereifest im Gasthaus Lamm in Pfullendorf geht es traditionell zu. (Foto: Cäcilia Krönert)
Schwäbische Zeitung
Cäcilia Krönert

Zum ersten Brauereifest im Gasthaus Lamm haben Michael Rahm und Gastwirt Markus Fischer am vergangenen Wochenende an drei Tagen eingeladen. Insgesamt rund 450 Gäste sind diesem Aufruf gefolgt und haben mit den „Flotten Grenzlern“ am Freitag, der „Spundlochmusig“ zum Wirtshaustanz am Samstag und am Sonntag zum Frühschoppen mit den „Bodenseekrainern“ gefeiert.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der drei Festtage, wir werden demnächst besser koordinieren, damit es im Ort zu keinen Überschneidungen von Veranstaltungen in den Gaststätten kommt“, sagte Michael Rahm. An seiner Seite als Veranstalter waren Andreas Keller, der beim Wirtshaussingen das Akkordeon spielt, und Lamm-Wirt Markus Fischer. Zum Auftakt am Freitag war die Veranstaltung nicht so gut besucht. Aufgespielt hat die Blaskapelle „Die Flotten Grenzler“ aus dem oberschwäbischen Dreiländereck Baden, Württemberg und Hohenzollern. Mit böhmisch-mährischen Klängen verwöhnten die Blasmusikanten die Ohren ihrer Gäste. Mit schönem Gesang erfreuten Dirigent Rolf Fischer und Klarinettistin Petra Kienle ihre Zuhörer.

Volkstänze kommen gut an

Der Samstag stand hingegen im Zeichen des traditionellen Wirtshaustanzes und war ein voller Erfolg. Zur schwäbisch-alemannischen Tanzbodenmusik der württembergischen Volksmusikgruppe „Spundlochmusig“ tanzten viele Paare einfache Rundtänze wie Rheinländer, Polka, Walzer, Zwiefache und Ländler auf der großzügigen Tanzfläche. Die Volkstanzgruppe Bittelschieß war genauso vertreten wie etliche Tänzer der Trachtengruppe Bad Cannstadt, die mit den Musikern nach Pfullendorf angereist waren. Die Gruppen tanzten bis in die frühen Morgenstunden.

„Ich bin sehr überrascht, wie gut der Volkstanz hier angekommen ist. Ich plane bereits einen Abend, an dem diese Tänze als Kurs hier angeboten werden können“, sagte Rahm, der das Brauereifest in Pfullendorf etablieren möchte. Alle Feste fingen einmal klein an, auch die Eiszeit-Party habe im Jahr 2005 in der Schienenstube klein begonnen. Mittlerweile fülle diese Veranstaltung im Seepark-Restaurant jedes Jahr am 23. Dezember die Gaststätte und sorge für gute Stimmung, so Rahm weiter.

Auch die Kleinen haben Spaß

Ohne Eintritt zu zahlen hatte jeder an den drei Festtagen die Möglichkeit, mal im Gasthaus Lamm in der Pfullendorfer Oberstadt reinzuschauen, auf ein Bierchen zu gehen oder auch mal das Tanzbein zu schwingen. Sogar die Kleinsten freuten sich beim sonntäglichen Frühschoppen über die traditionelle Blasmusik und drehten sich mit ihren Müttern oder Vätern auf der Tanzfläche.

Die sechs Musiker, deren Herz im Rhythmus des Oberkrainers schlägt, spielten zum Frühschoppen viele Lieder des im vergangenen Jahr verstorbenen Komponisten und Akkordeonisten Slavko Avsenik. Mit seiner Gruppe, den originalen Oberkrainern, feierte der gebürtige Slowene von Anfang der 70-er Jahre bis weit in die 90-er Jahre hinein große musikalische Erfolge. „Mit dem Brauereifest geht es im nächsten Jahr auf jeden Fall weiter“, kündigte Michael Rahm an.

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