Bannholzer Weg wird vermutlich zur Sackgasse

Lesedauer: 4 Min
 Um das Gelände der ehemaligen Ziegelei Ott sinnvoll an den Straßenverkehr anzubinden, wird ein vierter Arm am bestehenden Kreis
Um das Gelände der ehemaligen Ziegelei Ott sinnvoll an den Straßenverkehr anzubinden, wird ein vierter Arm am bestehenden Kreisverkehr nötig. (Foto: Sebastian Korinth/Archiv)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Nachdem die Stadt Pfullendorf mit drei Investoren über einen Verkauf des ehemaligen Ziegeleigeländes an der Überlinger Straße verhandelt, werden die Pläne für eine entsprechende Verkehrsanbindung allmählich konkreter. In der Gemeinderatssitzung in der vergangenen Woche stellte Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter einen entsprechenden Entwurf des Tuttlinger Ingenieurbüros Breinlinger vor. Kernpunkt ist die Verlegung und Erweiterung des bestehenden Kreisverkehrs beim Backhaus Mahl und der „Bürowelt Klaiber“.

Wie Bürgermeister Thomas Kugler bei den Haushaltsberatungen Ende Januar berichtet hatte, gibt es für das Gelände der ehemaligen Ziegelei Ott drei Interessenten. So will der Spielhallenbetreiber Extra Games mit seiner Firmenzentrale aus dem Gewerbegebiet Theuerbach an die Überlinger Straße umziehen – ebenso wie das Walder Bus-Unternehmen Sehmer Reisen. Der dritte Investor wolle noch anonym bleiben.

Vierter Arm für den Kreisverkehr

Das Problem: Bislang ist das Areal lediglich über den Bannholzer Weg erreichbar. Dieser wäre dem vielen Verkehr von und zu den drei Unternehmen allerdings kaum gewachsen. Deshalb verfolgt die Stadt Pfullendorf nun den Plan, das ehemalige Ziegeleigelände an den Kreisverkehr beim Backhaus Mahl und der „Bürowelt Klaiber“ anzubinden. Dieser müsste dafür einen vierten Arm bekommen.

Bei ihrer Planung stehen die Verantwortlichen vor zwei Herausforderungen. „Zum einen ist der Radius des bestehenden Kreisverkehrs zu gering. Zum anderen liegt sein Mittelpunkt nicht, wie vom Land gefordert, in der Achse der Straße“, sagte Jörg-Steffen Peter. Deshalb solle der Durchmesser des Kreisverkehrs auf 39 Meter vergrößert werden. Für Fußgänger würde an jedem der vier Arme eine Querungshilfe entstehen, Zebrastreifen sind nicht vorgesehen. „Offen ist noch die Frage, wie die Radwege verlaufen würden“, sagte der Stadtbaumeister.

Nach der Fertigstellung des neuen Kreisverkehrs könnten Fahrzeuge aus diesem direkt aufs ehemalige Ziegeleigelände gelangen. Von den Anwohnern einmal abgesehen, würde die Zufahrt über den Bannholzer Weg damit überflüssig, sodass die Straße zur Sackgasse umgewandelt werden könnte. Die Details sind dabei aber noch ebenso offen wie die Anbindung des städtischen Bauhofs.

Die Kosten für den Kreisverkehr belaufen sich voraussichtlich auf rund eine Million Euro. Hinzu kommen etwa 330 000 Euro für die Zufahrtsstraße auf das ehemalige Ziegeleigelände beziehungsweise den Bannholzer Weg. Jörg-Steffen Peter stellte im Gemeinderat auch einen Zeitplan vor. Dieser geht von einer Vergabe der Bauarbeiten im Juli und einem Baubeginn in August aus. „Vermutlich werden wir so schnell aber keine geeignete Firma finden können“, sagte der Stadtbaumeister.

Auch Thomas Kugler sprach von einem „sehr ehrgeizigen“ Plan, der wohl kaum einzuhalten sei. Grundsätzlich geht die Stadt von fünf Monaten Bauzeit für den Kreisverkehr und zwei Monaten Bauzeit für die Erschließungsstraße aus.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen