Alten- und Pflegeheim erhält Lizenz bis 2023

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Das Alten- und Pflegeheim in Pfullendorf darf noch bis 2023 betrieben werden.
Das Alten- und Pflegeheim in Pfullendorf darf noch bis 2023 betrieben werden. (Foto: Archiv: Korinth)
Anthia Schmitt

Wolfgang Scheitler, Chef der Spitalpflege, hat den Gemeinderat in seiner Sitzung erfreut: Für das Alten- und Pflegeheim der Spitalpflege, das nicht mehr den baulichen Anforderungen der Heimbauverordnung entspricht, haben die zuständigen Behörden übergangsweise den Betrieb bis zum 31. Dezember 2023 genehmigt. Voraussetzung für die Verlängerung, so Scheitler, war die Zusage, dass ein neues Alten- und Pflegeheim gebaut wird.

Scheitler stellte den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Alten- und Pflegeheim vor, der in allen Bereichen der Spitalpflege – Vollstationäre Pflege, Tagespflege, ambulanter Pflegedienst und Betreutes Wohnen – ein ausgeglichenes Ergebnis vorsieht. In Anbetracht des Neubaus will Scheitler keine großen Investitionen tätigen, sondern nur anschaffen und erneuern, was zum Erhalt der hohen Qualität der Spitalpflege notwendig ist.

„Der Engpass liegt beim Personal“, ergänzte Bürgermeister Thomas Kugler Scheitlers Ausführungen. „Wir werden die Größe, die wir jetzt haben, beibehalten und uns nicht vergrößern“, sagte Kugler. „Wir sind ein örtlicher und regionaler Versorger und wollen nicht Menschen, die weiter entfernt leben, anlocken.“ Das neue Alten- und Pflegeheim, für das der Gemeinderat bis zum Sommer den geeigneten Platz festlegt und die „Grobkonstruktion“ erstellt, erhält 60 Plätze. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich auf 10,5 Millionen Euro. „152 000 Euro pro Platz“ rechnete Kugler den Gemeinderäten vor.

Der Haushaltsplan 2019 für den schon seit Jahren schuldenfreien Spitalfonds, der unter anderem Eigentümer des spitälischen Pflegeheims ist, muss, so hat Kämmerer Michael Traub den Gemeinderäten mitgeteilt, noch mal überarbeitet werden. Der Grund: Weil der Spitalfonds fast ausschließlich vom Wald lebt und die sowieso schon gesunkenen Erlöse beim Holzverkauf in den letzten Wochen noch einmal drastisch nachgaben, stimmt das Zahlenwerk, das Traub aufgestellt hat, nicht mehr. Ursprünglich war der Kämmerer von Einnahmen und Ausgaben in Höhe von knapp 1,47 Millionen Euro ausgegangen und sprach von einem auf etwa 75 Prozent verringerten Ergebnis.

Dabei kommen auf den Spitalfonds mit dem Bau des neuen Pflegeheims gewaltige finanzielle Herausforderungen zu. Für die Finanzierung stellte Bürgermeister Thomas Kugler eine finanzielle Beteiligung der Stadt in Aussicht.

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