Adventszauber endet bereits am Samstag

Lesedauer: 4 Min
 Der Engelsabstieg lockt Hunderte von Besuchern zum Adventszauber auf den Pfullendorfer Marktplatz. Dieses Jahr ist der Weihnach
Der Engelsabstieg lockt Hunderte von Besuchern zum Adventszauber auf den Pfullendorfer Marktplatz. Dieses Jahr ist der Weihnachtsmarkt einen Tag kürzer, weil auf den Sonntag als dritten Veranstaltungstag verzichtet wird. (Foto: Archiv)
Redaktionsleiter

Einen Tag kürzer als in den vergangenen Jahren ist dieses Jahr der Pfullendorfer Adventszauber auf dem Marktplatz. Die Stadt Pfullendorf und die Wirtschaftsinitiative (WIP) als gemeinsame Veranstalter haben sich entschieden, erstmals auf den Sonntag zu verzichten. Somit findet der Adventszauber am Freitag und Samstag, 7. und 8. Dezember statt.

Ein Besuch des Weihnachtsmarkts in Pfullendorf ist demnach am Sonntag nicht mehr möglich. Das hängt in erster Linie mit dem traditionell am Montag nach dem zweiten Advent stattfindenden Nikolausmarkt in der Pfullendorfer Innenstadt zusammen. „Die Hütten mussten deshalb immer am Sonntagabend abgebaut werden“, sagt Pfullendorfs Innenstadtbeauftragte Mira Krane. Und genau darin liegt das Problem. „Der Abbau im Dunkeln ist schwierig und auch aus Sicherheitsgründen nicht ganz unproblematisch“, ergänzt Krane, die selbst schon erlebt hat, wie die mehr als 20 Stände bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und wenig Licht abgebaut wurden. Mitglieder des TSV Aach-Linz stellen für den Auf- und Abbau Personal zur Verfügung. Die Hütten bringt der Bauhof Pfullendorf auf den Marktplatz, etwa zehn Hütten werden aus Meßkirch ausgeliehen, eine Handvoll Vereine bringt ihren eigenen Stand mit.

Ein weiterer Grund, den Sonntag aus dem Programm zu nehmen: „Viele Standbetreiber bekommen ihre Schichten gar nicht mehr voll“, ergänzt Krane, die mit Vereinen im Vorfeld gesprochen hatte. „Und die drei bis vier Stunden am Sonntagnachmittag machen die Kassen nicht leerer oder voller.“ Die Umsätze seien offenbar nicht mit denen vom Freitag oder Samstag zu vergleichen. Die gewerblichen Standbetreiber hingegen hätten den Sonntag gerne behalten, weil sich für sie sonst der Aufwand nicht lohnen würde. Der Verzicht auf den Sonntag sei erst einmal ein Versuch, aber nicht für immer in Stein gemeißelt. Die Standbetreiber können nun am Sonntagmorgen in Ruhe ihre Hütten aufräumen und abdekorieren, bevor gegen 12.30 Uhr bei Tageslicht mit dem Abbau begonnen werden kann.

Sollten die Standbetreiber und auch die Besucher des Adventszaubers in großer Mehrheit den Sonntag wieder zurückhaben wollen – wovon nach Kranes Einschätzung eher nicht auszugehen ist, müssten Stadt und WIP sich nochmal an einen Tisch setzen, um nach einer Lösung zu suchen. Terminlich lässt sich vor allem am Nikolausmarkt nichts rütteln, weil die Marktbeschicker einen festen Terminplan einhalten müssen, um in der Region ihre Ware anzupreisen. Einfacher könnte es daher sein, einen anderen Termin für den Adventszauber zu finden, der am zweiten Adventswochenende ausgerichtet wird. „Wir müssen jetzt erst einmal die Reaktionen abwarten“, sagt Krane, die davon überzeugt ist, dass der Adventszauber genau so schön sein wird wie in den Jahren zuvor – auch ohne den Sonntag.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen