Ab Donnerstag dreht der neue Bürgerbus seine Runden

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Vor allem die zurzeit 27 ehrenamtlichen Fahrer und ihre Fahrgäste sollen vom höheren Komfort des neuen Bürgerbusses profitieren.
Vor allem die zurzeit 27 ehrenamtlichen Fahrer und ihre Fahrgäste sollen vom höheren Komfort des neuen Bürgerbusses profitieren. (Foto: Sebastian Korinth)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Der eine oder andere Pfullendorfer wird ihn zwar schon gesehen haben, doch erst ab Donnerstag, 12. Januar, dreht der neue, rote Bürgerbus planmäßig seine Runden durch die Stadt. Am Mittwoch übergaben Bürgermeister Thomas Kugler und Kämmerer Michael Traub das Fahrzeug offiziell an den Trägerverein und seine 27 ehrenamtlichen Fahrer. Diese sind vom neuen Bürgerbus vollkommen begeistert. Doch auch auch der bisherige bereitet einigen Menschen noch eine Freude: Die Stadt spendet das Fahrzeug an den SC Pfullendorf.

Seit drei Jahren zählt der Pfullendorfer Hermann Billmann zu den ehrenamtlichen Fahrern des Bürgerbusses. „Wenn man vier Stunden lang Bus fährt, erfordert das große Konzentration und es wird anstrengend“, sagt er. „Deshalb sind wir froh, jetzt einen Bus mit Automatikgetriebe zu haben.“ Vom Sitz bis zur großen Frontscheibe, die freie Sicht auf die Fahrbahn biete, biete der Bus zahlreiche Vorteile. „Alles ist wesentlich besser als vorher.“

Auch Gerhard Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender des Bürgerbusvereins, hat sich mit dem neuen Fahrzeug inzwischen vertraut gemacht. „Der Bus ist durchdacht von vorne bis hinten“, sagt Hoffmann. „Es fährt ja niemand mit dem Bürgerbus in den Urlaub, aber auch die Fahrgäste, die nur 15 Minuten darin sitzen, haben es jetzt deutlich bequemer – zum Beispiel durch die neue Standheizung und die eigene Heizung für den Rückraum.“

Erinnerung an Gisela Franke

Pfullendorfs ehemaliger Bürgermeister Hartmuth Dinter, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, erinnerte an dessen Gründung – zunächst noch als Zweigverein des Netzwerks 50 plus – durch Gisela Franke im Jahr 2008. „Ich glaube, ohne sie gäbe es den Bürgerbus nicht“, sagte Dinter. Inzwischen gebe es zahlreiche Nutzer. So seien im Dezember vergangenen Jahres mehr als 1400 Fahrgäste gezählt worden. „Wer hätte das vor sechs bis sieben Jahren gedacht?“

Hartmuth Dinter dankte der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat dafür, dass sie sich weder für die preiswerteste noch für die billigste Lösung entschieden hatten. „Dieser neue Bus entspricht den Erwartungen der Fahrer und kommt unter anderem durch besseren Komfort auch den Nutzern zugute“, sagte Dinter. „Ich hoffe, dass er ein langes, unfallfreies Leben und eine erfolgreiche Zeit hat.“

Auch für den amtierenden Bürgermeister stand das Lob für die ehrenamtlichen Fahrer an erster Stelle. „Ohne euch wäre der Betrieb des Bürgerbusses nicht möglich“, sagte Thomas Kugler. „Ihr erfüllt eine wichtige soziale Aufgabe, insbesondere für ältere Mitbürger.“ Im Anschluss an die Reden segnete der katholische Stadtpfarrer Martinho Dias Mértola das neue Fahrzeug. „Das Engagement der Fahrer wird zum Segen für alle“, sagte er.

Wie schon der erste Bürgerbus kommt auch der zweite im Autohaus Fritz unter. Der alte Bus, so berichtete Inhaber Karl Fritz, werde nun technisch instand gesetzt und dann an den SC Pfullendorf übergeben. „Die Stadt unterbreitet dem Verein eine großzügige Spende“, sagte Fritz. Der SCP wolle den Bus vor allem einsetzen, um jugendliche Fußballer zu Auswärtsspielen zu bringen.

Neuer Bürgerbus nimmt Fahrt auf

Nach rund 280000 gefahrenen Kilometern ist der bisherige Pfullendorfer Bürgerbus ausrangiert worden. Seit Donnerstag dreht in der Stadt ein neues Fahrzeug seine Runden – mit deutlich mehr Komfort für Fahrer und Fahrgäste.

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