64-jähriger aus Ilmensee wird noch immer vermisst

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Johann Heigle Johann Heigle wird vermisst.
Johann Heigle wird vermisst. (Foto: Polizei)
Schwäbische Zeitung

Für große Anteilnahme in der Region sorgt derzeit ein Vermisstenfall: Seit Mittwoch, den 23. Oktober, fehlt von dem 64-jährigen Campingplatzbetreiber Johann Heigle jede Spur. Der Vermisste ist 1,65 Meter groß und schlank, hat blaue Augen, kurzes graues Haar, einen Vollbart und trägt eine Brille.

Vermisster führt vermutlich Handfeuerwaffen mit sich

Wir die Polizei mitteilt, sind mit dem 64-jährigen Mann auch zwei Handfeuerwaffen verschwunden. Deswegen wird ausdrücklich gewarnt, dem Vermissten nur mit der gebotenen Vorsicht gegenüberzutreten und sofort die Polizei zu verständigen. 

Der letzte telefonische Kontakt zu dem Vermissten bestand am Dienstag, 22. Oktober, gegen 21.30 Uhr. Er verließ sein Wohnhaus ohne Mitnahme von Mobiltelefon, Brieftasche und Hausschlüssel und ist mutmaßlich zu Fuß und ohne ein Fahrzeug unterwegs.

Erst eine Woche nach seinem Verschwinden hat die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Diese stelle einen erheblichen Grundrechtseingriff dar und sei daher streng geregelt, erklärt eine Sprecherin der Polizei. „Erst nach Ausschöpfen polizeilicher Suchmaßnahmen mit vielen Einsatzkräften, Hubschrauber, Drohne und Suchhunden wurde diese eingeleitet“, sagt die Sprecherin.

Verwandte organisieren private Suchaktion

Eine private Suchaktion organisierte indes Yvonne Hofer, die Nichte des Vermissten, gemeinsam mit der Tochter seiner Lebensgefährtin und deren Mann. Mit Freiwilligen suchten sie das Gebiet am Illmensee, die anliegenden Wälder und den Schlangenweg in Richtung Illwangen ab. Auch am Volzer See wurde nach Heigle gesucht. Dass Heigle gefährlich ist, glauben seine Verwandten nicht. Sie sind vielmehr in Sorge, dass er sich selbst Schaden zugefügt haben könnte.

Dass Heigle auch Opfer einer Gewalttat geworden sein könnte, ist bisher zwar nicht auszuschließen, doch die Polizei hält dies für unwahrscheinlich. „Im vorliegenden Fall ist aufgrund des bisherigen Ermittlungsstandes nicht davon auszugehen, dass der Vermisste Opfer einer Straftat wurde“, erklärt die Sprecherin. In der Regel habe es die Polizei bei Vermisstenfällen mit Personen zu tun, die aufgrund ihrer aktuellen gesundheitlichen Verfassung einer Gefahrensituation ausgesetzt sind, sowie Personen, bei denen eine Eigengefährdung angenommen wird.

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