33-Jähriger soll seine Ehefrau erstochen haben – Polizei fasst ihn in Biberach

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 In diesem Mehrfamilienhaus in Pfullendorf ist am Donnerstagabend eine Frau Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.
In diesem Mehrfamilienhaus in Pfullendorf ist am Donnerstagabend eine Frau Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. (Foto: Thomas Warnack)
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Eine 34-jährige Frau ist am Donnerstagabend Opfer eines Gewaltverbrechens in einem Wohngebiet in Pfullendorf geworden. Im dringenden Taterdacht steht ihr 33-jähriger Ehemann, der sie in ihrer Wohnung erstochen haben soll, in der die Frau tot aufgefunden wurde. Der Mann wurde von der Polizei Biberach vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Friedrichshafen und der Staatsanwaltschaft Hechingen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Ehemann soll seine Frau umgebracht haben
Ein 33-jähriger Mann steht unter dem dringenden Tatverdacht, in Pfullendorf seine 34-jährige Ehefrau umgebracht zu haben.

Im sozialen Netzwerk Facebook verbreitet sich am späten Donnerstagabend, kurz vor Mitternacht, die Nachricht wie ein Lauffeuer. Eine Frau soll im Wohngebiet Rosslauf umgebracht worden sein. Schon wieder ein Gewaltverbrechen in Pfullendorf?

Im Juli 2012 wurde ein 64-jährige Frau beim Joggen im Waldstück Fuchshalde heimtückisch getötet. Der Mörder wurde bis heute noch nicht gefasst.

Viele Russlanddeutsche

Am Freitagmorgen bestätigt die Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz das Gewaltverbrechen mit Todesfolge. Gegen 9 Uhr wissen die Menschen im Rosslauf immer noch nicht so recht, was genau sich am Abend zuvor ereignet hat. Ein Nachbar schildert, dass zahlreiche Polizeiautos am Donnerstagabend vor dem Haus hielten, dass Spurensicherer für längere Zeit in der Wohnung – dem Tatort des Gewaltverbrechens – waren. „Das ist echt tragisch“, sagt ein Mann, der am Freitagmorgen mit seinem Hund Gassi geht. Die Tote habe er nicht näher gekannt, obwohl im Rosslauf hauptsächlich Russlanddeutsche wohnen, von denen sich die meisten untereinander gut kennen. Sogar einen Supermarkt mit russischen Spezialitäten gibt es dort.

Erst am späten Freitagabend gibt die Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Hechingen bekannt, dass die tote Trau Stichverletzungen aufweist. Womit sie erstochen und wie oft auf sie eingestochen wurde, dazu will die Polizei sich nicht äußern. Noch nicht. „Wir müssen die Gutachten abwarten und werden weitere Details noch nennen“, sagte Markus Sauter, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz.

Festnahme in Biberach

Unklar ist auch, warum der verdächtige Ehemann von der Polizei Biberach festgenommen wurde. Es deutet offenbar viel darauf hin, dass der Mann nach der Tat von Pfullendorf nach Biberach abhaut und den dortigen Polizeibeamten einen Hinweis auf seine tote Frau gibt. „Das werden die weiteren Ermittlungen ergeben“, ergänzt Markus Sauter. Die Pfullendorfer Feuerwehr soll nach SZ-Informationen die Wohnungstür aufgebrochen haben. Das Leben der 34-Jährigen ist aber nicht mehr zu retten. Sie erliegt ihren schweren Stichverletzungen. Der verdächtige Ehemann wird nun dem Haftrichter vorgeführt, der dann entscheidet, ob er in Untersuchungshaft bleibt.

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