VfB entführt die Punkte an den Bodensee

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 Markus Gipson (am Ball, im Zweikampf mit Michael Metzler) verliert mit dem FC Ostrach 0:1 gegen den VfB Friedrichshafen.
Markus Gipson (am Ball, im Zweikampf mit Michael Metzler) verliert mit dem FC Ostrach 0:1 gegen den VfB Friedrichshafen. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

FC Ostrach - VfB Friedrichshafen 0:1

Tor: Sascha Hohmann (58.) - Schiedsrichter: Alexander Mack - Zuschauer: 300.

FCO: Löffler - Rothmund, Y. Ender (74. Varady), Riegger (85. Guglielmo), Hornstein, Kleiner - Luib, Zimmermann, Rambacher, G. Fischer (83. Schiemann), Gipson (44. S. Fischer).

Der VfB Friedrichshafen hat in einer vorgezogenen Partie der Fußball-Landesliga am Freitagabend beim FC Ostrach mit 1:0 (0:0) gewonnen. Das Tor des Tages vor 300 Zuschauern erzielte Sascha Hohmann.

Der VfB hatte im ersten Abschnitt mehr vom Spiel, die besseren Chancen hatte der FC Ostrach. Die Zebras ließen im eigenen Stadion die Friedrichshafener kommen und putzten dann mit ihrer Fünferkette alles weg – manchmal mit Glück. Zum Spiel hatte das Ostracher Trainergespann die Kette leicht modifizieren müssen, da Kapitän Johannes Irmler nicht zur Verfügung stand.

Die erste dicke Tormöglichkeit gehört den Ostrachern. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, die Häfler monieren wohl zurecht Foulspiel, flankte Luib punktgenau auf Markus Gipson. Doch der konnte den Kopfball nicht kontrollieren – drüber (13.). Auf der Gegenseite hatte Sascha Hohmann die bis dato dickste Chance für den VfB. Er umkurvte mehrere Ostracher, doch heraus kam nur ein Schüsschen. Löffler hatte kein Problem mit der „Rückgabe“ (20.).

Personalsorgen werden größer

Nur eine Minute später klärte Hornstein für den FCO nach einem langen Ball auf Strom in letzter Sekunde (21.). Die nächste Möglichkeit hatten erneut die Hausherren. Nach einer Ecke kam der Ball zu Rambacher, der aus 20 Metern frei zum Abschluss kam, jedoch nicht genau genug zielte (27.). Pech für Ostrach wenig später, als sich Gipson bei einem Zweikampf verletzte und ausgewechselt wurde. Der Ausfall vergrößert die Personalsorgen des Ostracher Trainergespanns weiter, das ohnehin schon auf den treffsichersten Stürmer Eugen Michel (vier Saisontore) verzichten musste. Für Gipson kam Simon Fischer (44.) ins Spiel.

Nach Wiederanpfiff hatte Ostrach die erste Chance: Der eingewechselte Fischer gewann nach einem langen Ball das Kopfballduell im Strafraum und legte den Ball auf seinen Bruder Gabriel ab, der jedoch den Ball am langen Eck vorbei jagte (55.).

Drei Minuten später fiel das Tor des Tages für die Gäste aus Friedrichshafen. Ostrach bekam den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum weg, VfB-Stürmer Hohmann nahm das Leder und katapultierte den Ball aus sieben, acht Metern unhaltbar für Löffler ins Tor (58.).

Vier Minuten später bewies Daniel di Leo Fairplay: Als Schiedsrichter Mack auf Ecke für den VfB erkannte, korrigierte der VfB-Spielertrainer den Unparteiischen und gab dem FCO- Torwart Löffler den Ball (62.). zum Abstoß.

Der FC Ostrach investierte in dieser Phase zu wenig, um zum Ausgleich zu kommen. Zwar brachten Reutter/Söllner mit Varady eine weitere Offensivkraft für Verteidiger Yannick Ender. Doch blieben die Ostracher bei ihrer defensiven Grundordnung.

Der VfB fuhr in der Folge zwar Konter. Doch waren diese allesamt nicht erfolgreich, weil sie entweder gerade noch von den Ostrachern unterbunden werden konnten oder die Genauigkeit fehlte. Am Ende brachte Friedrichshafen den knappen Vorsprung über die Zeit.

„Täglich grüßt das Murmeltier. Das war schon gegen Biberach so. Trotzdem hatten wir in der ersten Halbzeit die klareren Chancen. Aber wenn du gegen so einen Gegner etwas holen willst, musst du diese Chancen auch mal nützen“, befand Ostrach Trainer Timo Reutter nach der knappen Heimniederlage und fügte hinzu: „Ärgerlich ist, dass wir mit Markus Gipson und Gabriel Fischer jetzt wieder zwei verletzte Spieler haben.“

FC Ostrach - VfB Friedrichshafen 0:1

Tor: Sascha Hohmann (58.) - Schiedsrichter: Alexander Mack - Zuschauer: 300.

FCO: Löffler - Rothmund, Y. Ender (74. Varady), Riegger (85. Guglielmo), Hornstein, Kleiner - Luib, Zimmermann, Rambacher, G. Fischer (83. Schiemann), Gipson (44. S. Fischer).

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