Suche nach Kandidaten ist mühsam

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 Am 26. Mai ikönnen dir Ostracher wieder zur Kommunalwahl gehen. Dazu wollen die drei derzeit im Gemeinderat vertretenen Parteie
Am 26. Mai ikönnen dir Ostracher wieder zur Kommunalwahl gehen. Dazu wollen die drei derzeit im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppen wieder mit Kandidaten ins Rennen gehen. (Foto: Archiv: Julia Freyda)

Mit der Kommunalwahl am 26. Mai gilt es in Ostrach wieder 18 Plätze im Gemeinderat zu besetzen. Derzeit sind CDU, SPD und FW im Gremium vertreten und wollen wieder eine Liste für die Kommunalwahl einreichen. Teilweise ist die Suche nach Kandidaten bereits abgeschlossen.

Mit sieben Sitzen ist die CDU derzeit stärkste Fraktion im Ostracher Gemeinderat. Für den Sprecher Andreas Barth ist es das Ziel, dies wieder zu erreichen und möglichst weitere Sitze hinzuzugewinnen. „Die Kandidaten dafür haben wir. Ich bin sehr zufrieden“, sagt Barth. Er habe 17 Zusagen für die 18 Listenplätze und sei zuversichtlich, die Liste bis Ende der Woche voll zu haben.

Vielen fehlt die Zeit

Allerdings sei die Suche nach Bewerbern mühsam gewesen. Zunächst hatten die Gemeinderäte sich Personen überlegt, die sie für geeignete Kandidaten hielten und dann ihre Listen abgearbeitet. „Vor rund drei Monaten haben wir damit begonnen und weit über 90 Personen angesprochen“, berichtet Barth. Als Grund für die Absage wurde meistens fehlende Zeit genannt. Unter den Kandidaten sind bislang nur zwei Frauen. „Auch die sagen, dass ihnen die Zeit fehlt. Manche trauen sich aber leider auch nicht“, sagt Barth. Andere wiederum sahen die Partei als Hinderungsgrund. Mit der Kandidatur auf der CDU-Liste entstehe aber kein Zwang zum Parteibuch, betont der Fraktionssprecher. Von den acht CDU-Gemeinderäten wollen zwei nicht mehr antreten, die Namen wollte Barth aber noch nicht nennen.

Ähnlich ist es bei der SPD. Von den sechs Fraktionsmitgliedern wollen zwei nicht mehr kandidieren, die Namen will Sprecher Jörg Schmitt vorerst ebenfalls noch nicht nennen. „Bei der Kandidatensuche sind wir noch mittendrin.“ Es laufe noch etwas stockend, aber er sei zuversichtlich. Als Grund für die Absage hört auch Schmitt meistens fehlende Zeit. Aber mit einem Gemeinderatsmandat gehe der Bürger auch eine Verpflichtung ein und müsse zu Themen Stellung beziehen. „Davor schrecken viele zurück“, sagt Schmitt.

Joachim Fürst, Fraktionssprecher der Freien Wähler, hat die Suche bereits abgeschlossen. „Von uns hört niemand auf und wir haben eine volle Liste“, sagt Fürst. Derzeit hat seine Fraktion fünf Sitze. Doch auch Fürst beschreibt die Suche nach Kandidaten als mühsam. „Wir mussten Überzeugungsarbeit leisten und haben in einer Info-Veranstaltung zunächst berichtet, was als Gemeinderat auf sie zukommen würde.“ Daraufhin habe er auch recht flott die Zusagen bekommen. Unter den 18 Kandidaten sind vier Frauen. „Klar haben auch einige abgesagt, weil sie neben Familie und Beruf nicht genügend Zeit haben. Aber wir sind mit unserer Liste sehr zufrieden“, sagt Fürst. Als nächstes sei ein Treffen geplant, damit alle Ideen und Themen für den Wahlkampf einbringen können. Auf der Liste seien wieder überwiegend jüngere Ostracher.

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