Sänger erheben Stimmen für den Weltfrieden

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 Chorleiterin Stefany Wohlfahrt probt mit den Sängern für die Auftritte in Rulfingen und Ostrach.
Chorleiterin Stefany Wohlfahrt probt mit den Sängern für die Auftritte in Rulfingen und Ostrach. (Foto: Julia Freyda)

Seit Monaten laufen die Proben, in der kommenden Woche stehen die Auftritte an: Der Kirchenchor Einhart hat sich für die „Ethno-Mass for Peace“ von Lorenz Maierhofer vorgenommen.

Lorenz Maierhofers Komposition verbindet in der Weltsprache interkultureller Chormusik christliche Glaubensbekenntnisse und spirituelle Botschaften mit Aussagen großer Persönlichkeiten des Friedens. Diese Friedenssätze waren für Chorleiterin Stefany Wohlfahrt die Motivation, die Messe mal als Ganzes einzustudieren. Denn einzelne Lieder beherrscht der Kirchenchor bereits. „Wenn man schaut, wie viel Unruhe derzeit auf der Welt herrscht, dann kann die Messe vielleicht zumindest ein wenig Frieden stiften“, sagt Wohlfahrt. Die beiden Vorsitzenden Tanja Müller-Schlotterer und Monika Frick bestätigen aus Sicht der Sänger, dass die Stücke ihnen schon beim Proben Ruhe und Frieden bringen. Auch einige Gospels gehören zur rund 45-minütigen Messe.

Grundgedanke der „Ethno-Mass“ ist der Weltfrieden. Den Auftakt macht „Peace to the World“ nach dem afroamerikanischen Spiritual „Amen“. Die bekannte Melodie wird mit dem Friedenswunsch und Worten von Mutter Teresa untermalt: „Begegnen wir einander immer mit einem Lächeln, denn das Lächeln ist der Anfang der Liebe ... Jedes Werk der Liebe ist ein Akt des Friedens, wie klein auch immer.“ Dieser Stil zieht sich auch durch die weiteren Stücke wie zum Beispiel „Oh Burden down, my Lord“, „The River is flowing“, „Hambani Kahle“ und „Praise the Lord all together“. Bei den Aufführungen soll es Flyer geben, auf denen einige der fremdsprachigen Texte zumindest sinngemäß übersetzt sind.

Mit Projekten neue Sänger finden

In einem Aufruf hatten die mehr als 40 aktiven Sänger im Sommer Verstärkung für das Chorprojekt gesucht. Sieben Sänger sind dem Aufruf gefolgt. „Mindestens zwei wollen dauerhaft im Chor bleiben“, sagt Chorleiterin Stefany Wohlfahrt. Ein Projekt anzubieten sei sinnvoll, um neue Sänger zu bekommen, da ohne solch einen Anreiz kaum mehr jemand komme. Umso erfreuter sei sie, dass der Kirchenchor gestärkt werde. „Sie haben sich alle schnell integriert und Fuß gefasst“, sagt Wohlfahrt.

Mit der Friedensmesse bleiben die Einharter auch ihrer Mischung aus altem und neuem Liedgut treu. „Jede Epoche hat gute Musik, die sich für einen Kirchenchor eignet. Auch ein breites Lied-Spektrum ist wichtig, um die Sänger bei Laune zu halten“, sagt die Chorleiterin. Die Aufführung war ursprünglich für den Oktober geplant, aber damals häuften sich Krankheitsfälle im Chor, dann standen die Proben für das Adventssingen an. Somit wurden die Termine einfach verschoben.

Die erste Aufführung findet am Donnerstag, 21. März, um 19 Uhr in der katholischen Kirche St. Ulrich in Rulfingen statt. Im Anschluss berichten zwei Männer, die in Kenia ein Kinderheim gegründet haben, über ihre Arbeit. Die zweite Aufführung ist am Sonntag, 24. März, um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Pankratius in Ostrach.

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