Produktion der Pellets bei der Trocknungsgenossenschaft steigt

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Im Führungsgremium der Genossenschaft – auf dem Foto sind die ehemaligen und die neuen Mitglieder zu sehen – gibt es durch die W
Im Führungsgremium der Genossenschaft – auf dem Foto sind die ehemaligen und die neuen Mitglieder zu sehen – gibt es durch die Wahlen einige Veränderungen. (Foto: Vera Romeu)
Schwäbische Zeitung
Vera Romeu

Zur Generalversammlung der Trocknungsgenossenschaft Ostrachtal und der Qualitätsfutter Ostrachtal GmbH sind viele Mitglieder und einige Gäste in den Pfarrsaal der katholischen Gemeinde gekommen.

Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Göhring fasste die Situation zusammen: Der Verlust von rund 65 500 Euro sei nicht zufriedenstellend, er wolle aber nicht schwarzmalen. 2017 hätte es einen kleinen Gewinn gegeben, doch schlage der Reparaturstau zu Buche. 2018 werde noch ein Zuschuss für 2017 erwartet, die neue Futtermittelsparte habe einen Gewinn abgeworfen, sodass unter dem Strich der Verlust ausgeglichen werde. „Wir sind mit der Trocknungsanlage noch in stürmischen Gefilden“, stellte Göhring fest. Doch sehe er für das Geschäftsmodell der Grastrocknung eine Zukunft. Die Geschäftsziele geben eine Steigerung der Produktion vor. „Wir sind gut unterwegs“, sagte er. Er bat die Mitglieder, den Empfehlungen, die Geschäftsführer Josef Schwellinger in seinem Bericht formuliert hatte, zu folgen, um die Wirtschaftsziele zu erreichen.

In seinem Bericht hatte Schwellinger anhand von vielen Zahlen gezeigt, dass die Produktionsmenge von Trockenfutter aus Wiesen- und Kleegras der Maispellets jeweils um rund 23 Prozent gestiegen ist. Der Bio-Anteil der Gras- und Maispelletsproduktion sei nicht unerheblich, betonte Schwellinger. Das Lohnschroten ist 2017 als neuer Geschäftszweig gegründet worden. Doch seien insgesamt die Produktionskosten eben zu hoch, erklärte der Geschäftsführer. Auch seien im vergangenen Jahr die Preise gesenkt worden. Man werde sie wieder anheben müssen.

Gras angewelkt anliefern

Bisher habe die Trocknungsanlage den Landwirten empfohlen, das Gras frischgemäht anzuliefern. Nun habe die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt, dass das Wiesengras nach dem Mähen ein wenig anwelken sollte. Doch sollte auf keinen Fall getrocknetes Gras angeliefert werden. „Heu kann man nicht trocknen, da brennen wir ab“, betonte er eindringlich. Er bat die Landwirte auch darauf zu achten, dass das Gras nicht verschmutzt ist. Die Luzerne sollte möglichst jung gemäht werden, damit sie nicht stängelig ist und zwei Stunden unter der Sonne leicht anwelken. Sie kurz gehäckselt anzuliefern, wäre ideal, sagte Schwellinger. Auch das Kleegras sollte nachmittags gemäht und erst, wenn es zwei oder drei Stunden angewelkt ist, angeliefert werden.

Von der Preisgestaltung berichtete er, dass das Wiesengras für den Basistrocknungspreis verarbeitet werde, dass bei Kleegras und Luzerne ein Aufschlag dazu komme. Für Gräser, Klee oder Kräuter, die extrem nass sind, viele Steine mitbringen oder auf andere Weise den Betrieb stark behindern, werde ein Aufschlag berechnet, der dem Mehraufwand entspreche. Bei schlechtem Wetter werde natürlich kein Aufschlag verlangt. „Da kann ja keiner etwas dafür“, sagte er. Doch appellierte er an alle, eng mit den Maschinisten der Trocknungsanlage zusammenzuarbeiten, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Von der Qualitätsfutter Ostrachtal GmbH berichtete er, dass die Produktion angestiegen ist. Die Nachfrage sei da.

Der stellvertretende Bürgermeister Alfred Stecher sprach im Namen der Gemeinde. Er berichtete, dass sich die Verwaltung wegen der Brandgefahr, die von der Anlage ausgehe, Sorgen mache. Er bat um einen guten Brandschutz, auch zur Sicherheit der Nachbarunternehmen. Stecher führte die Entlastung durch, die einstimmig erteilt wurde.

Die Mitglieder hatten turnusgemäß zu wählen. Aus dem Vorstand stand Karl Dilger nicht mehr für das Amt zur Verfügung, weil er es in jüngere Hände geben wolle. So wurde einstimmig Karl-Josef Reck als Nachfolger gewählt.

Aus demselben Grund gab es auch im Aufsichtsrat zwei neue Besetzungen. Auf Franz Sauter folgt Eugen Dilger und auf Franz Lorenz folgt Richard Gasse. Ernst Haberkorn wurde in seinem Amt bestätigt.

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