Ostrach legt bei Übernachtungszahlen zu

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Im Tagestourismus im Pfrunger-Burgweiler-Ried steckt noch mehr Potenzial, findet die Geschäftsführerin der Ferienregion Nördlich
Im Tagestourismus im Pfrunger-Burgweiler-Ried steckt noch mehr Potenzial, findet die Geschäftsführerin der Ferienregion Nördlicher Bodensee und rät, dort das Angebot auszubauen. (Foto: Ferienregion Nördlicher Bodensee)

Aktuelle Zahlen zum Tourismus hat Ulrike Schwichtenberg, Geschäftsführerin der Tourismus-Kooperation in der Ferienregion Nördlicher Bodensee, den Ostracher Gemeinderäten präsentiert. Auch Tipps hatte sie parat, wie die Gemeinde sich attraktiver für Besucher machen kann.

Vor 19 Jahren hatten sich die Gemeinden Illmensee, Ostrach, Pfullendorf, Wald und Wilhelmsdorf zusammengeschlossen, um das touristische Angebot dieser verschiedenen Orte zu bündeln und sich gemeinsam zu präsentieren. In dieser Zeit entwickelte sich der Begriff „Ferienregion Nördlicher Bodensee“ im Tourismusgewerbe zu einer Marke. Eine der Hauptaufgaben der vier Mitarbeiter ist es, die Angebote aus den jeweiligen Orten zu bündeln und über das Internet sowie Druckmedien bekannter zu machen. Außerdem gibt es eine Zimmervermittlung und Ticketverkauf.

Aus Ostrach gehören zwei Hotels, ein Gasthof, 17 Ferienwohnungen und -häuser, ein Wohnmobilstellplatz und fünf Gastronomiebetriebe zur Kooperation. Die Zahl der Übernachtungen lag im vergangenen Jahr bei 48 088 und ist somit kontinuierlich gestiegen: 2016 waren es 45 929 und davor 44 336. Die Zahl der Ankünfte hingegen war rückläufig. 14 573 waren es im vergangenen Jahr, davor jeweils rund 1000 mehr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug drei Tage. Die Bettenauslastung lag bei 48,6 Prozent. „Das ist ein sehr guter Wert für Ostrach. Denn der Tourismus in der Region spielt sich fast nur von April bis Oktober ab“, sagte Schwichtenberg. Die Gäste stammen vor allem aus Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen. Aus dem Ausland gehören Schweizer und Niederländer zu treuen Gästen.Statistisch nicht erfasst sind die Tagesgäste. „Diese dürften aber auch beträchtlich sein, da das Pfrunger Burgweiler Ried ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge ist“, sagte Schwichtenberg. Aufgrund des Potenzials regte sie an, Angebote im Tagestourismus auszubauen. In Verbindung mit der Räuberbahn seien Rad- und Wanderwege entlang der Strecke wünschenswert. Immer wieder werde von Gästen auch der Wunsch geäußert, den Jettkofer Baggersee zu einem offiziellen Badesee zu machen. „Die Wünsche sind berechtigt und legen Finger in gewisse Wunden“, räumte Bürgermeister Christoph Schulz ein.

Jörg Schmitt (SPD) hatte zum Thema Tourismus einiges anzumerken. Der Bezug zum Bodensee zeige sich in dem Konzept der Kooperation zu wenig. „Wir haben viele Monteure hier, die relativieren die Übernachtungszahlen“, sagte Schmitt und wollte wissen, was gegen die sinkende Zahl der Ankünfte unternommen worden sei. Zudem bat er um konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Tagestourismus.

Joachim Fürst (FW) wollte wissen, ob bei der Erhebung zwischen Urlauber und Geschäftsreisendem differenziert werde. Dies verneinte Schwichtenberg. „Wir bekommen einmal im Jahr die Zahlen von den Gastgebern geliefert und können keine Gründe für die jeweilige Übernachtung liefern.“ Hubert Frank, Ortsvorsteher von Magenbuch und Lausheim, erkundigte sich, ob die Zahl der Gastgeber stabil sei. „Die Zahl der Betten ist relativ konstant. Daher ist die positive Entwicklung der Übernachtungen auch ein Grund, stolz zu sein. Ausschlaggebend sind in der Statistik die Übernachtungen und nicht die Ankünfte“, sagte Schwichtenberg.

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