Ostrach investiert in Infrastruktur

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Die Erschließung des interkommunalen Gewerbegebiets Königsegg gehört 2017 zu den größten Ausgaben der Gemeinde Ostrach.
Die Erschließung des interkommunalen Gewerbegebiets Königsegg gehört 2017 zu den größten Ausgaben der Gemeinde Ostrach. (Foto: Mirjam Schlicher)

Ostrach investiert in diesem Jahr vor allem in die Erschließung des neuen, interkommunalen Gewerbegebiets Königsegg und in den Erhalt der Infrastruktur. Beispielsweise stehen die Sanierung der Zehntstraße in Burgweiler und der Seestraße in Einhart an. Um die Kosten zu decken, plant die Gemeinde eine Kreditaufnahme in Höhe von voraussichtlich 2,2 Millionen Euro. Der Gemeinderat hat den Haushaltsplan 2017 einstimmig verabschiedet.

„Die Erschließungskosten für das interkommunale Gewerbegebiet Königsegg belaufen sich insgesamt auf zwei Millionen“, sagt Bürgermeister Christoph Schulz. 825000 Euro davon seien im Haushalt 2017 vorgesehen. „Der Rest wird 2018 bezahlt“, sagt er. Derzeit seien die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben. Sobald sie vergeben wurden, kann mit dem Bau begonnen werden.

Große Summen wird die Gemeinde Ostrach dieses Jahr wieder in die Sanierung und den Ausbau von Straßen stecken. Vorne auf der Prioritätenliste steht die Zehntstraße in Burgweiler, die nicht nur saniert, sondern erstmals auch voll ausgebaut werden soll. Das bedeutet, dass sie auf einer Seite auch einen Gehweg erhalten soll. „Für die Erneuerung der Straße sind 400000 Euro eingeplant“, sagt Schulz. „Weil aber teilweise noch die Leitungen für Wasser und Abwasser erneuert werden müssen, wird es insgesamt eine knappe Million Euro kosten.“

Seestraße in Einhart wird saniert

Auch die Seestraße in Einhart soll 2017 hergerichtet werden. Dafür sind momentan 700000 Euro eingeplant. Der Preis könne aber noch abweichen. „Wir sind noch an den Voruntersuchungen, deswegen können wir noch nichts Genaues dazu sagen“, sagt Schulz. Hinzu kommen noch viele kleine und mittelgroße Vorhaben. Etwa wird die Gemeinde den vom FC Ostrach geplanten Bau eines Kunstrasenplatzes mit 250000 Euro unterstützen. Für den Grunderwerb sind 300000 Euro vorgesehen.

Um die Ausgaben stemmen zu können, plant die Gemeinde einen Kredit in Höhe von 2,2 Millionen Euro aufzunehmen. Weil der Schuldenstand der Gemeinde sich aktuell bei 1,7 Millionen Euro befindet, wird er auf 3,9 Millionen ansteigen. Das bedeutet, dass die aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung von 253 Euro Ende des Jahres bei 581 Euro liegen soll. „Dabei handelt es sich aber lediglich um einen Plan“, betont Kämmerer Siegfried Gindele. Die Erfahrung zeige, dass es am Ende des Jahres mit Sicherheit anders aussehen werde.

Auf Antrag der CDU-Fraktion werden in den Haushalt noch zusätzlich Mittel für den Wegebau eingestellt. Der Betrag wurde von 300000 Euro auf 350000 Euro erhöht. „Der Winter hat manchen Straßen zusätzlich zugesetzt“, sagt Fraktionssprecher Andreas Barth. Außerdem regte die CDU-Fraktion an, Geld für einen Planungsauftrag für die Sanierung der Buchbühlhalle einzustellen. „Sowohl die Heizung als auch die Lüftung und die Sanitäranlagen sind veraltet. Wir müssen das Projekt jetzt anpacken“, sagt er. Im Zuge der Planungen könne außerdem über einen Anbau oder einen neuen Zuschnitt der Halle nachgedacht werden. Denn für viele Veranstaltungen sei sie zu groß.

Der SPD-Fraktion liegt vor allem das Erscheinungsbild des Kernorts am Herzen. „Wir wollen ein Konzept erarbeiten lassen, um Ostrach attraktiver zu machen“, sagt Matthias Seitz. „Denn überall dort, wo etwas abgerissen wird, gerät das ins Hintertreffen.“ Die Idee der Fraktion sei, für mehr Grün im Ort zu sorgen. Um das umzusetzen, solle ein Konzept erarbeitet werden, das aus einem Guss sei. Handlungsbedarf bestehe insbesondere an der Ortsdurchfahrt, etwa an dem provisorischen Schotterparkplatz auf dem Areal des ehemaligen Norma. Doch die Ostrach-Promenade könne verschönert werden. Für die Erstellung des Konzepts wurden 30000 Euro in den Haushalt eingestellt. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für alle Anträge aus.

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