Monate ohne Konrektor haben ein Ende

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Monate ohne Konrektor haben ein Ende (Foto: freyda)
Schwäbische Zeitung

Kurz vor Beginn der Schulferien wurde Linda Hofbeck in ihr Amt als stellvertretende Schulleiterin am Reinhold-Frank-Schulzentrum Ostrachtal eingesetzt. Offiziell wird sie ab 1. August die Arbeit als Konrektorin übernehmen. Doch aufgrund der aktuellen Diskussion zur Gemeinschaftsschule war Hofbeck auch schon in den vergangenen Wochen in Gespräche und Informationsveranstaltungen in Ostrach eingebunden.

„Wir werden in naher Zukunft in Ostrach eine Gemeinschaftsschule vorfinden. Für uns bedeutet dies, dass es damit weitergeht, die Schule neu zu strukturieren und mit Leben zu füllen“, sagte Rektor Manfred Stützel in seiner Begrüßung. Er hieß Hofbeck am Schulzentrum herzlich willkommen und freute sich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit ihr. „Dabei bleibt der Schüler das Maß der Dinge, denn wir unterrichten Schüler und nicht Fächer“, betonte Stützel.

Die offizielle Amtseinführung übernahm Eleonore Wiehl, Schulrätin im Staatlichen Schulamt Albstadt. Wiehl sprach ihre Überzeugung aus, dass Hofbeck in dem Spannungsverhältnis des Organisierens und des Initiierens die Schulgemeinschaft zusammen mit Rektor Manfred Stützel weiterentwickeln werde. „Ihre Impulse und Ihr Handeln werden zeigen, wie die Schule mit diesem Wandel und den Herausforderungen zurechtkommt“, sagte Wiehl. Die Schulrätin zeigt sich auch überzeugt davon, dass Hofbeck für ihre neue Aufgabe gerüstet sei.

Hofbeck hatte die Grundschule in Herdwangen-Schönach in Elternzeitvertretung kommissarisch geleitet. Nach dem Abitur in Wilhelmsdorf hat die gebürtige Friedrichshafenerin die Pädagogische Hochschule in Weingarten 2006 mit Auszeichnung verlassen. Tätig war sie danach an der Grund- und Werkrealschule in Schemmerhofen sowie an der Grundschule in Herdwangen-Schönach.

Als Vertreter des Schulträgers sicherte Bürgermeister Christoph Schulz Hofbeck Unterstützung und Zusammenarbeit an. Er begrüßte, dass Hofbeck sich bereiterklärt hatte, federführend die Entwicklung der Gemeinschaftsschule mit einer Lenkungsgruppe voranzutreiben. Der Elternbeiratsvorsitzende Hans-Peter Raps freute sich, dass die „Monate ohne Konrektor ein Ende haben“. Er bescheinigt Hofbeck Glück, an einer Schule zu beginnen, die sich vor allem im Realschulbereich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet habe. Die anstehenden Aufgaben für das Schulzentrum seien nicht ganz einfach, doch Raps versicherte, dass sie im Elternbeirat stets einen engagierten und sachlichen Partner finden werde.

Zur Begrüßung von Hofbeck traten nicht nur Bläserklasse und Grundschulchor auf, Rhoda Frey trug auch einen Willkommensgruß vor. „Bestimmt kribbelt Ihnen heute der Bauch, wir sind auch schon sehr gespannt. Aber Sie können beruhigt sein, wie sind ganz normale Kinder“, sagte die Viertklässlerin.

Hofbeck dankte für die herzliche Begrüßung und betonte ihre Motivation für die neue Herausforderung. „Bis zum 1. Oktober einen Antrag für eine Gemeinschaftsschule zu stellen, ist ein ambitioniertes Vorhaben. Aber das Ziel, die Schüler optimal zu begleiten und zu fördern, wie es auch bisher schon in Ostrach stattfindet, motiviert mich.“

Zum Abschluss versicherte Rektor Manfred Stützel seiner neuen Kollegin mit Augenzwinkern: „Frau Hofbeck, sie werden sich noch wundern, aber wir haben hier auch größere Kinder. Wir wollten Ihnen von der Grundschule den Übergang aber erleichtern und haben die Größeren heute bewusst weggelassen.“

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