Hilbhexen feiern närrischen Geburtstag

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 Die Hilbhexen in ihren bunten Gewändern gelten als freundliche Hexen. Benannt sind sie nach dem Biotop „Kalkreuter Hilb“, das d
Die Hilbhexen in ihren bunten Gewändern gelten als freundliche Hexen. Benannt sind sie nach dem Biotop „Kalkreuter Hilb“, das die Mitglieder des Narrenvereins regelmäßig pflegen. (Foto: Verein)
Anthia Schmitt

Ein schönes und friedliches Fest wollen die Narren in Spöck und Kalkreute am Wochenende, 9. und 10. Februar, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Narrenvereins „Hilbhex“ feiern. Zunftmeister Marcus Zimmermann hat deshalb, wie bereits beim 20-jährigen Jubiläum vor fünf Jahren, das Motto „Wir feiern von Narren für Narren“ festgelegt, aus dem klar ersichtlich ist, wer sich an den beiden Tagen in Spöck und Kalkreute wohlfühlen soll: das närrische Volk. Und das hat sich aus nah und fern zahlreich angekündigt. 1100 Hästräger aus 32 Gruppen und Musiken werden zum großen Umzug am Samstagabend erwartet.

Die Hexen haben keine Kosten und Mühen gescheut, um ihren Gästen ein tolles Fest zu bieten. Selbst an Omnibusse, die die Narren am Freitagabend zur Hexenkessel-Party nach Spöck bringen, haben sie gedacht. Für vier Euro fahren Busse, die die Besucher aus Illmensee, Wilhelmsdorf, Riedhausen und den Ostracher Teilorten sowie aus Wald oder Pfullendorf heranchauffieren. „Wir wollen, dass die jungen Leute aus der weiteren Umgebung zu unserer Party kommen können, ohne selbst fahren zu müssen“, sagt Zimmermann. Zutritt zur Party hat man übrigens ab 16 Jahren. 16- bis 18-Jährige benötigen einen Partypass in Papierform.

Beim Umzug am Samstag bringen ab 16.30 durchgehend bis 3 Uhr in der Nacht fahrende Shuttlebusse die Narren von den Parkplätzen in Ostrach und Burgweiler nach Spöck und wieder zurück. In Spöck selbst gibt es keine Parkmöglichkeiten, deshalb ist das Einfahren in den Weiler weder sinnvoll noch erlaubt.

In Spöck haben die Hexen ein großes Festgelände mit Zelt eingerichtet. Der Narrenbaum wird am Freitag, 8. Februar, um 19 Uhr gestellt. Ab 20 Uhr wird im Festzelt die Hexenkessel-Party gefeiert. Zwei DJs und einige Guggenmusiken garantieren, dass die Stimmung bis in die frühen Morgenstunden am Siedepunkt bleibt. Um 0.30 Uhr und um 3 Uhr fahren in dieser Nacht die Busse mit den Partygästen wieder zurück.

Am Samstag, 9. Februar, laden die Hilbhexen ab 14.30 Uhr zu Kaffee und Kuchen ins Feuerwehrhaus in Spöck ein. Um 16 Uhr startet der Zunftmeisterempfang mit geladenen Gästen im Feuerwehrhaus in Kalk-reute. Das Festgelände in Spöck wird um 16.30 Uhr geöffnet und um 19 Uhr setzt sich dann der große Umzug, der durch die Bodenseestraße und weiter zum Festplatz führt, in Bewegung. Danach wird auf dem Festgelände ausgelassen gefeiert.

Bemerkenswert sind die Traditionen des 25 Jahre alten Narrenvereins mit aktuell 79 Mitgliedern, darunter 47 aktive Hästräger, die bei allen Umzügen wegen ihres bunten Hexengewands und ihrer Pyramide besonders beliebt sind. Mit der Gründung im Jahr 1993 versprachen nämlich die Mitglieder, das Biotop „Kalkreuter Hilb“, das auch der Namensgeber des Vereins ist, zu hegen und zu pflegen. Eine Verpflichtung, die sie bis heute erfüllen. Regelmäßig wird das Biotop gemäht und gereinigt, damit Spaziergänger ihre Freude haben. Jedes Jahr an Martini trifft man sich in der Hilb außerdem, um einen anderen Brauch zu pflegen: Die Taufe der Neumitglieder mit Hilbwasser. Gemeinsam mit vier befreundeten Vereinen, den Altheimer Drachen, den Galgenrössern aus Selgetsweiler, den Herdwanger Eselohren, den Randemale aus Rengetsweiler und den Kehlbachratten aus Otterswang, schloss man sich im Jahr 2000 zur Vereinigung „Narrenfreunde Linzgau“ zusammen, ein Quintett, dass sich nicht nur gegenseitig besucht, sondern auch bei der Bewältigung größerer Herausforderungen gegenseitig unterstützt.

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