Die Räuberbahn gewinnt einen Innovationspreis

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 Eisenbahnbetriebsleiter Frank von Meißner erhält von Ulrike Schwichtenberg, Geschäftsführerin Ferienregion Nördlicher Bodensee,
Eisenbahnbetriebsleiter Frank von Meißner erhält von Ulrike Schwichtenberg, Geschäftsführerin Ferienregion Nördlicher Bodensee, den Innovationspreis für die Räuberbahn (Foto: Ferienregion nördlicher Bodensee)
Schwäbische Zeitung

Der Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee hat zum zweiten Mal einen Innovationspreis ausgeschrieben. Unter dem Motto „Bodensee19“ wurden im Hafen Friedrichshafen auf dem Art-Déco-Motorschiff „Oesterreich“ vor etwa 100 versammelten Touristikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Preisträger gekürt – unter anderem die Räuberbahn. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro.

Die Räuberbahn setzte sich in der Kategorie „Produktentwicklung/Markenbearbeitung/Zielgruppen“ durch. Die reaktivierte Zugverbindung bietet sonn- und feiertags eine Mobilitätsalternative im Freizeitverkehr und wartet mit zahlreichen Events und Kooperationen auf – und hin und wieder mit einem ganz besonderen Zugbegleiter: dem Räubernachkomme Max Elsässer. Ein prägender Markenname, einladende Bahnstationen, zahlreiche Events bestimmen das Konzept. Mit vielfältigen Kooperationen, einem ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz ist es zudem gelungen, einen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Unter Innovation verstehen wir Projekte, Produkte oder Ideen, die für die Entwicklung des Bodenseetourismus stehen“, erklärte der Vorsitzende Werner Fritschi. „Wir wollen diese auszeichnen, die bezogen auf unsere Gäste und Einheimische, in der internationalen Bodenseeregion außergewöhnlich, international relevant sowie von hoher Qualität sind.“ Der stellvertretende Vorsitzende, Achim Sebök, legte noch nach: „Mit ‚Bodensee19‘ werden die Tourismusakteure ausgezeichnet, die mit ihren Ideen brillieren und vor allem unsere Jury überzeugten.“

Die internationale neunköpfige Jury, in der erfahrene Touristiker insgesamt 27 eingereichte Projekte bewerteten, hatten bei der zweiten Auflage des Preises einiges zu tun. „Die Bewerber waren so international wie unser Bodensee, illuster und interessant“, sagte Jurymitglied Birgit Rückert. „Unter den Bewerbern waren kleine Familienbetriebe, aber auch länderübergreifende Netzwerke“.

Weitere Preisträger waren das Art-Déco-Motorschiff „Oesterreich“ in der Kategorie „Gesamter internationaler Bodensee“ und das Projekt „Inspiration Bodensee: Kirchen, Klöster, Weltkultur“ in der Kategorie „Kooperation/Netzwerke“. Für den Sonderpreis wurden gleich zwei Projekte ausgezeichnet: „Kanu fahren und Umwelt schützen“ sowie „Vogelschaufahrt auf dem Rhein“.

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