Bei Tegos wird die Nachfolge vorbereitet

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 Matthias Müller ist seit zwei Jahren im Unternehmen.
Matthias Müller ist seit zwei Jahren im Unternehmen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Vor knapp zwei Jahren hat Matthias Müller bei der Tegos GmbH in Ostrach angefangen, nun steigt der älteste Sohn des Geschäftsführenden Gesellschafters, Peter Müller, zum Leiter der Gesamtfertigung auf. Hiermit verbunden ist auch die Erteilung von Prokura.

2012 hat Peter Müller den Entwickler und Hersteller von Türen, Klappen, Insektenschutz-, Schließ- und Kabelsystemen für Reisemobile in Ostrach übernommen. „Die Absicherung der beruflichen und unternehmerischen Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder war eine wichtige Triebfeder“, sagt Müller. Es sei der nächste logische Schritt, nun mit dem Sohn die Übernahme vorzubereiten.

„Nach der Übernahme der Firma Tegos konnte durch Peter Müller und sein Team eine beachtliche Entwicklung eingeleitet werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Mitarbeiterzahl sei in nur sechs Jahren auf 140 Mitarbeiter fast verdreifacht worden, das positive Wachstum halte an – auch dank weiter steigender Branchenwerte und der global immer beliebter werdenden Urlaubsform des Caravanings. Die erfolgreichen Strategien hätten sich ausgezahlt: Positionierung als leistungsfähiger und flexibler Entwicklungspartner, Forcierung der Endkunden-Manufaktur und kundennahe Produktkommunikation.

Die Unternehmensnachfolge stehe deshalb unter einem gutem Stern, verlange aber auch viel Mut, Weitblick und Verantwortung, unter anderem gegenüber dem stetig wachsenden Mitarbeiterstamm. „Auch wenn die Zeichen auf Wachstum stehen, muss das Unternehmen hungrig bleiben“, heißt es in der Mitteilung. Die Branche sei klein, ein Boom dauere nie unbegrenzt lange. In Zukunft werde vieles unter anderem über die Fähigkeit und Bereitschaft zu Kreativität, über Innovationskraft und neue Produktlösungen definiert. „Ich bin mir dieser großen Verantwortung bewusst und sehe die neue Aufgabe des Gesamtleiters Fertigung als wichtige Station und Lernerfahrung auf dem Weg zur Übernahme des Unternehmens“, bestätigt Matthias Müller seine Ambitionen. Er fühle sich als Unternehmer, als Fabrikant im Sinne traditioneller Werte. So sei er von seinen Eltern geprägt worden. Unterstützung bekommt der künftige Chef auch von weiteren Familienmitgliedern: Der jüngste Sohn, Christopher Müller, und seine Schwester, Stephanie Scheld, sind ebenfalls im Unternehmen tätig. Schwager Alexander Scheld leitet das Endkundengeschäft.

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