Als Cowboy durch die Wildnis

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 Pferdefreund Axel Graser aus Tafertsweiler veröffentlicht sein erstes Buch über die Faszination des Reitens. Darin schildert er
Pferdefreund Axel Graser aus Tafertsweiler veröffentlicht sein erstes Buch über die Faszination des Reitens. Darin schildert er seine vielen Abenteuer. (Foto: Eugen Kienzler)
Eugen Kienzler

„Im Sattel durch den Busch und in die Berge“ heißt das kürzlich erschienene Buch des in Tafertsweiler wohnenden Reiters und Pferdefreunds Axel Graser. In diesem Erstlingswerk beschreibt der 70-Jährige sein mehr als 60 Jahre langes außergewöhnliches Leben als Reiter und Abenteurer, für den Pferde und Hunde seine große Leidenschaft sind.

In Albstadt geboren und aufgewachsen, leitete der Kfz-Meister und Betriebswirt das elterliche Autohaus bis zur konjunkturbedingten Aufgabe im Jahr 2001. Er wuchs in einem Elternhaus auf, in dem das Reisen und das Erleben anderer Kulturen einen Stellenwert hatte. Seine schon von Kindesbeinen an sich entwickelnde Liebe zu Pferden und zum passionierten Geländereiten, dem Westernreiten, eine Reitweise, die sich an die Arbeitsreitweise der Cowboys anlehnt, prägten sein abenteuerliches und facettenreiches Leben. Ein Schlüsselerlebnis war dabei eine dreiwöchige Tour als Rucksacktourist durch die kanadische Provinz Britisch Kolumbien, wo er diese Art des Reitens erstmals erlebte.

Viele weitere Reisen nach Kanada und ein zweijähriger Aufenthalt mit der ganzen Familie folgte. So brach er 1978 zusammen mit drei Cowboys auf, um tagelang mit Sattel- und Packpferden durch die unberührte Wildnis zu reiten, um den letzten noch lebenden Rinderpionier des amerikanischen Westens aufzusuchen. Diesem Abenteuer und der Begegnung mit Panhandle Phillips, eben dieser Legende, ist ein Hauptteil des Buches gewidmet.

Er sammelt viele Erfahrungen

1992 gründete er „Axel Graser Western Connections“, ein Reiseunternehmen mit Schwerpunkt „Outdoor Adventures“ in Westkanada. „In der Wildnis Kanadas konnte ich mehrere Jahrzehnte lang meine lebenslange Passion für Abenteuer und die Reiterei ein Stück weit verwirklichen und reiche Erfahrungen sammeln“, sagt ein mit sich und seinem abenteuerlichen Leben, das nicht ohne Tiefschläge verlief, zufriedener Axel Graser.

So war die Schließung des Reiseunternehmens mit eine Folge des Attentats auf das World Tradecenter und des einhergehenden Einbruchs im Tourismus. Viele dieser Erfahrungen hat Graser im Laufe der Jahre in Reportagen, Erlebnisberichten und Erzählungen in einschlägigen Magazinen veröffentlicht. Seit 2003 lebt nun das Ehepaar auf dem kleinen Bauernhof in der Hoßkircher Straße in Tafertsweiler – selbstverständlich mit zwei Pferden und zwei Hunden.

Auch wenn das Reisen der Vergangenheit angehört, ist Axel Graser immer noch als freier Journalist und als Trainer für verschiedene Bildungsträger gut beschäftigt. Sein Buch ist eine Liebeserklärung an die Pferde als treue Begleiter des Menschen und ein Handbuch für die Westernreiterei, aber auch eine spannende Zusammenfassung des abenteuerlichen Lebens auf dem Rücken der Pferde. Ein interessantes Buch für traditionelle Reiter ebenso wie für Freunde des Westernreitens und alle Pferdefreunde, wie es Grischa Ludwig, Europameister und Vizeweltmeister im Reining, einer Disziplin des Westernreitens, in seinem Vorwort nennt.

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