84 Prozent stimmen für Christoph Schulz

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Wahlleiter Alfred Stecher (links) gratuliert Christoph Schulz zur Wiederwahl. Mit Schulz freuen sich dessen Ehefrau Lioba und d
Wahlleiter Alfred Stecher (links) gratuliert Christoph Schulz zur Wiederwahl. Mit Schulz freuen sich dessen Ehefrau Lioba und d (Foto: Fotos: Barbara Baur)
Schwäbische Zeitung

Christoph Schulz ist der alte und neue Bürgermeister von Ostrach. 84 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag für ihn. Die Wahlbeteiligung lag bei 34 Prozent. Schulz stand als einziger Kandidat zur Wahl.

Um 18.30 Uhr, eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale, ist es noch ruhig auf dem Herbert-Barth-Platz. Einzelne Ostracher versammeln sich, um das Wahlergebnis zu hören. Den größten teil machen Musiker aus Ostrach und Burgweiler aus. Die Wahlhelfer aus den Teilorten treffen nach und nach ein. Im Gepäck haben sie Klappboxen, in denen die Stimmzettel aus ihren Wahllokalen liegen.

Drinnen, im Eingangsbereich des Rathauses, befinden sich Christoph Schulz und seine Familie, einige Ostracher, darunter Gemeinderäte. Auf einem großen Bildschirm verfolgen sie die aktuellen Zahlen gespannt mit. Es herrscht konzentrierte Stille. Die Wahlbeteiligung von gut 30 Prozent zeichnet sich ab. Ebenfalls zeigt sich, dass nicht nur Christoph Schulz Stimmen bekam. Auf der Grafik ist ein ein roter Balken zu sehen. Er zeigt die Stimmen an, die für Schulz abgegeben wurden und ist zwar der längste, aber daneben sind zahlreiche kurze gelbe Balken. Sie zeigen die Stimmen an, die in das leere Feld auf dem Wahlzettel geschrieben wurden. Darunter sind zum Beispiel Matthias Seitz, Michael Knoll und Andreas Barth.

300 Ostracher kommen

18.45 Uhr. Der Herbert-Barth-Platz füllt sich, die letzten Körbe mit Stimmzetteln aus den Teilorten kommen an. Die Musikvereine bringen sich rechts des Rathauseingangs in Position. Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung breiten Sekt und Orangensaft für einen Stehempfang vor, der nach der Verkündung des Wahlergebnisses geplant ist. Inzwischen haben sich an die 300 Ostracher versammelt. Außerdem sind Landrätin Stefanie Bürkle und viele Bürgermeisterkollegen aus der Region eingetroffen, zum Beispiel Thomas Kugler aus Pfullendorf, Jürgen Hoffmann aus Illmensee, Patrick Bauser aus Altshausen.

Bis das Wahlergebnis verkündet wird, müssen sich die Ostracher und die Gäste noch bis 19.15 Uhr gedulden. Dann tritt Wahlleiter Alfred Stecher ans Mikrofon. Seinen Angaben zufolge gaben von 5502 Wahlberechtigten 1869 Bürger eine Stimme ab, gültig waren davon waren 1741 Stimmzettel. „Nach acht Jahren Amtszeit haben die Ostracher Bürger Ihnen erneut das Vertrauen ausgesprochen“, sagte Stecher und gratulierte im Namen der Bürger zum Wahlerfolg.

Landrätin Stefanie Bürkle gratulierte ebenfalls zum Wahlergebnis. „Das Ergebnis ist eine Bestätigung und Wertschätzung ihrer Arbeit der vergangen acht Jahre. Gleichzeitig ist es ein Ansporn für die nächsten acht Jahre“, sagte sie. Die Anzahl der Themen, die er sich auf sein Wahlprogramm geschrieben habe zeige, dass er voller Dynamik und Tatendrang stecke. Ein Schmunzeln ging über den Herbert-Barth-Platz, als sie vergaß, ihm die Hand zu schütteln. Schulz selbst zeigte sich weniger erfreut über das Ergebnis. „Die Wahlbeteiligung ist okay“, sagte er. Dass 84 Prozent für ihn stimmten, sei für ihn „kein Traumergebnis“. „Es ist ein ehrliches Ergebnis“, sagte er. Die Themen seien in den vergangenen acht Jahren nicht immer einfach gewesen und das werde nun widergespiegelt. „Ich kann mit dem Ergebnis leben“, sagte er. Nach vorne blickend betonte er, dass er sich auf die kommende Amtszeit freue. „Aufgaben stehen genügend an.“

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