Ölberg und Marienkapelle sind nun restauriert

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 Am Kloster Habsthal weiht Pater Pius Agreiter den Ölberg und die Marienkapelle
Am Kloster Habsthal weiht Pater Pius Agreiter den Ölberg und die Marienkapelle (Foto: romeu)
Vera Romeu

Sehr viele Besucher sind gekommen, um mit den Benediktinerinnen des Klosters zu Unserer Lieben Frau den Ölberg und die Marienkapelle nach ihrer Sanierung einzuweihen. Pater Pius Agreiter leitete die Andacht am Abend des Himmelfahrt-Feiertages. Priorin Kornelia Kreidler hielt die Ansprachen. Chorleiterin Waltraud Marschall hatte den musikalischen Part mit der Schola übernommen. Nach der schönen Feier wurden alle zu einem kleinen Empfang eingeladen.

Zu Beginn versammelten sich die Christen am Ölberg. Diese kleine Kapelle vor dem Kloster ist restauriert und aufgefrischt worden. Die Schola führte in die Andacht mit dem Chorsatz „Hebe deine Augen auf“ ein. Die vier hellen Frauenstimmen beeindruckten sehr und hatten etwas sehr bewegendes in diesem Kontext. Pater Pius ging auf den Ölberg ein: Im Garten Gethsemane habe Christus gewusst, dass er das größte Leiden vor sich habe. Pater Pius bat alle Christen, an dieser Stelle ein wenig zu verweilen und darüber nachzudenken, was Christus auf sich genommen habe, um die Menschheit zu erlösen und sie in den Himmel mitzunehmen. Zusammen mit den Christen betete er im Wechsel die Ölberg-Andacht.

Priorin Kornelia ging in ihrer Ansprache auf die Ölbergkapelle ein. Sie wurde 1679 von den Habsthaler Dominikanerinnen gebaut; im Barock habe es viele solche Kapellen gegeben. Sie lobte und danke dem Restaurator und Maler Willi Mayer aus Langenenslingen für die gelungene Restaurierung. „Er hat wieder Farbe und Konturen hineingebracht“, erklärte sie. Pater Pius betete für die Handwerker und die Geldgeber, die diese Restaurierung ermöglicht haben. Mit Weihwasser segnete er den Ölberg.

Dann gingen die viele Besucher der Einweihungsfeier durch den Klostergarten den steilen Weg hinauf zur Marienkapelle. Es war eine kleine abendliche Prozession; es wurde die Lauretanische Litanei gebetet.

Die Kapelle der Unbefleckten Empfängnis sei 1893 gebaut worden, als die Benediktinerinnen von Hermetschwill eingezogen sind, berichtete Priorin Kornelia Kreidler. Die Frauengemeinschaft habe die Kosten nicht tragen können: Sie seien so arm gewesen, dass sie nicht einmal die Gesangbücher kaufen konnten. Die Marienkapelle wurde ihnen vom Abt Ambrosius Steinegger aus Muri-Gries gestiftet. 1948 habe die Äbtissin Scholastika Beil die Kapelle restaurieren und von Pater Tutilo Gröner ausmalen lassen, aus Dankbarkeit, dass die Benediktinerinnen Kloster in der Nationalsozialistischen Zeit verschont geblieben war.

Nun sei die Kapelle neusaniert worden. Das Schieferdach und das Vordach sind erneuert. Sie dankte der Dachdeckerfirma Gabur aus Grünkraut und dem Rulfinger Steinmetzmeister und Restaurator Christoph Stauß für ihre gelungene Arbeit. Nun fehle es noch an der Sanierung der Fassade und an den Innenwänden, sagte sie. Sie dankte den vielen Menschen, die mit ihrer Hilfe das Kloster regelmäßig unterstützen und ihr geholfen haben den Weg und den Platz um die Marienkapelle zu mähen und für die Andacht vorzubereiten. „Ohne Sie könnte ich hier meine Arbeit nicht tun“, sagte sie dankbar.

Pater Pius betete die Marienandacht. Die Stimmen der Schola erhoben sich in der abendlichen Atmosphäre und sangen das „Ave Maria“. Es war eindrucksvoll. Mit Pater Pius wurde um die Anliegen der Seelsorgeeinheit gebetet. Die Schola sang zum Abschluss ein Lied und erfüllte die Herzen. Danach lud Priorin Kornelia alle zu einem kleinen Umtrunk auf dem Hof vor der Kirche ein.

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