Weiterer Diskussionsbedarf zum Feuerwehrgerätehaus

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 Noch immer ist unklar, wie die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Neufra konkret verlaufen soll.
Noch immer ist unklar, wie die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Neufra konkret verlaufen soll. (Foto: Heinz Thumm/Archiv)
Heinz Thumm

Der Gemeinderat Neufra hat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig den Haushaltsplan und die entsprechende Satzung für das Jahr 2019 beschlossen. Eine Diskussion gab es über die bevorstehende Sanierung des Feuerwehrgerätehauses. Dabei wurde deutlich, dass vor einem Gemeinderatsbeschluss weitere Informationen und Beratungen nötig sind.

Weil noch weitere Infrastrukturmängel vorhanden sind, wurde vorgeschlagen, die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses mit einem ersten Bauabschnitt zu beginnen. Dieser soll die Abdichtung der Außenhülle und die Sanierung der Betonelemente beinhalten. Die Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs soll dann gegebenenfalls verschoben werden, eventuell auch die weiteren Baumaßnahmen. Die Innenarbeiten könnten dann nach und nach erfolgen.

Auch wegen ihrer geringen Größe sind die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Neufra eher beschränkt: Mit 1840 Einwohnern auf einer Fläche von knapp 3000 Hektar ist die Gemeinde eine der kleineren im Landkreis Sigmaringen. Nach zahlreichen finanziell schwierigen Jahren ist inzwischen zwar ein gewisser Spielraum vorhanden, doch stehen große Projekte an. Deren Umsetzung soll vorsichtig und mit möglichst vielen Zuschüssen erfolgen.

Bei der Prognose für den Rechnungsabschluss 2018 teilte Kämmerer Werner Rominger mit, dass der Abschluss voraussichtlich über der im Haushalt eingeplanten Summe liegen wird. Der Ergebnishaushalt enthält Erträge von knapp 4,7 Millionen und Aufwendungen von gut 4,5 Millionen Euro. Unterm Strich steht ein Ergebnis von gut 120 000 Euro. Der Finanzhaushalt enthält Einzahlungen von gut 435 000 Euro und Auszahlungen von 3,9 Millionen Euro. Aus Investitionstätigkeit erfolgen Einzahlungen von gut 500 000 Euro und Auszahlungen von gut einer Million Euro. Das ergibt ein Minus von gut 530 000 Euro. Der Haushaltsausgleich wird durch die Vorgabe erschwert, dass die Abschreibungen von voraussichtlich 650 000 Euro erwirtschaftet werden müssen. Die Kassenliquidität ist mit Rücklagen in Höhe von knapp 2,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2018 gesichert.

Bürgermeister Reinhard Traub nutzte die Gemeinderatssitzung, um sich bei Werner Rominger für die umfangreichen Arbeiten wegen der Umstellung auf das neue kommunale Haushaltsrecht zu bedanken. Ein gesichertes Ergebnis für die Jahresrechnung 2018 ergibt sich voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres, wenn die Eröffnungsbilanz für den ersten Doppik-Haushalt vorliegt.

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