Sanierung kostet mehr als 2,5 Millionen Euro

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Das Feuerwehrgerätehaus in Neufra soll in den kommenden Jahren in mehreren Bauabschnitten saniert und erweitert werden.
Das Feuerwehrgerätehaus in Neufra soll in den kommenden Jahren in mehreren Bauabschnitten saniert und erweitert werden. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

In der Sitzung des Neufraer Gemeinderats am Dienstagabend sind die Pläne für eine Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses vorgestellt worden. Außerdem wurde den Räten eine erste Kostenschätzung vorgelegt. Diese geht davon aus, dass für das Projekt rund 2,65 Millionen Euro fällig werden. Mit der Bildung von sinnvollen Bauabschnitten soll erreicht werden, dass in verschiedenen Etappen Förderungen beantragt werden können.

In den vergangenen Monaten war die Entwurfsplanung bereits in mehreren Varianten im Bauausschuss und im Gemeinderat beraten und intensiv diskutiert worden. Am Dienstagabend wurde sie offiziell vorgestellt. Der Ingenieur und Architekt Christoph Engler vom Büro Kerler und Partner aus Sigmaringen erläuterte den Gemeinderäten die Entwürfe. Diese sehen beispielsweise eine Ertüchtigung der Türen und des Brandschutzes im Untergeschoss des sanierungsbedürftigen Gebäudes vor. Dort soll die komplette Haustechnik untergebracht werden.

Toilettenanlage wird erneuert

Auf Ebene des Erdgeschosses soll im Hof eine neue Fahrzeughalle mit zahlreichen Stellplätzen gebaut werden. Die Fahrzeughalle enthält Sozialräume, einen Raum als Werkstatt, einen DRK-Stellplatz für Fahrzeuge und Anhänger sowie einen entsprechenden Umkleidebereich. Kernpunkt ist die neue Feuerwehrzentrale mit Flur- und Umkleidebereich. Im Obergeschoss wird die bisherige Aufteilung beibehalten. Die Toilettenanlage wird komplett erneuert und bekommt ein neues Behinderten-WC. Der Einbau eines Lifts ist möglich. Das bisherige Gebäude und die neue Fahrzeughalle erhalten jeweils ein Pultdach.

Beim weiteren Vorgehen herrschte im Gemeinderat Einigkeit darin, dass zur Sicherung der Tragfähigkeit im Altgebäude durch Überzüge im Dach eine statische Verstärkung erfolgen muss. Die Betonsanierung ist zwingend erforderlich, eine energetische Sanierung wird zwangsläufig folgen. Zuschüsse für die verschiedenen Bauabschnitte erhofft sich die Gemeindeverwaltung aus dem Ausgleichstock, aus einer Fachförderung sowie durch weitere Programme, mit denen beispielsweise Dorfgemeinschaftshäuser und Sanierungen bezuschusst werden.

Anton Abt erkundigte sich bei Bürgermeister Reinhard Traub, ob die Stadt Gammertingen an einer zentralen Feuerwehreinrichtung interessiert sei. Das verneinte Traub: Mittelfristig sehe die Verwaltung in Gammertingen in dieser Sache keinen Handlungsbedarf.

Was die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Neufra betrifft, sollen nun zunächst einmal die Kosten präzisiert werden. Außerdem sollen Förderungsmöglichkeiten ausgelotet und sinnvolle Bauabschnitte gebildet werden.

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