Rat setzt geringeren Holzeinschlag durch

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 Der Neufraer Gemeinderat stimmt für einen geringeren Holzeinschlag bei Buchen und Fichten als von der Verwaltung vorgeschlagen.
Der Neufraer Gemeinderat stimmt für einen geringeren Holzeinschlag bei Buchen und Fichten als von der Verwaltung vorgeschlagen. (Foto: dpa)
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Der neu gewählte Neufraer Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend mit dem Forsteinrichtungswerk für den Kommunalwald bis zum Jahr 2028 befasst. Auf Antrag von Paul Göckel stimmte das Gremium für eine Reduzierung des geplanten Holzeinschlags bei Buchen und Fichten.

Seit vier Jahren war an der Forstinventur im Gemeindewald Neufra gearbeitet worden. Die Gemeinde gab ihre Zielsetzung ab, Forsteinrichter Alexander Jentsch vom Regierungspräsidium Tübingen erfasste den Waldzustand. Zusammen mit Forstrevierleiter Robert Hauser wurden dann der Vollzug für die Jahre 2008 bis 2017 und die Planung für die Jahre 2018 bis 2027 aufgenommen.

Der Gemeindewald umfasst eine Holzbodenfläche von 661 Hektar. Der Wald ist zu 47 Prozent geprägt von Buchenwäldern. 52 Prozent sind Fichtenwälder, davon 25 Prozent stabil und 27 Prozent labil. Die Baumartenanteile haben sich dabei im zurückliegenden Jahrzehnt nur geringfügig verändert. Die Naturverjüngungsanteile umfassen 42 Prozent. Dabei fällt auf, dass die Naturverjüngung zu 81 Prozent von Laubholz geprägt ist – insbesondere durch Buche.

Der Vollzug in der Holznutzung lag exakt auf Höhe der Planung, nur zehn Prozent davon entfielen auf zufällige Nutzung. Die Verjüngungszugänge und die Anbaufläche lagen über den geplanten Mengen. Das Betriebsergebnis lag im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei einem jährlichen Überschuss von gut 96 600 Euro.

Jungbestandsfläche wird erweitert

Wegen des hohen Anteils an hiebsreifem Holz bei Buche und labilen Fichten schlug die Verwaltung vor, die Nutzung auf 52 000 Festmeter anzuheben. Zur Sicherung der Nadelbaumanteile soll die Anbaufläche auf geeigneten Standorten auf zehn Hektar ansteigen, die Jungbestandsfläche soll auf 58 Hektar steigen.

In der Diskussion widersprach Paul Göckel der Nutzungserhöhung und begründete das mit den schlechten Absatzmöglichkeiten und Preisen am Holzmarkt. Göckel stellte einen Antrag auf Reduzierung der Nutzung auf 49 000 Festmeter. Eine deutliche Mehrheit des Gemeinderats stimmte diesem Antrag zu. Die Planung der Holznutzung im Forsteinrichtungszeitraum wurde damit auf 49 000 Festmeter reduziert, den übrigen Planwerten zugestimmt.

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