Gemeinde Neufra teilt die Sanierung des Feuerwehrhauses in Bauabschnitte auf

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Gravierende Schäden erfordern eine grundlegende Sanierung des Feuerwehrgerätehauses.
Gravierende Schäden erfordern eine grundlegende Sanierung des Feuerwehrgerätehauses. (Foto: hth)
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Bei einer Besichtigung des Feuerwehrgerätehauses Neufra hatten besonders die neugewählten Gemeinderäte Gelegenheit zum Kennenlernen der Räumlichkeiten und zur Besichtigung der vorhandenen baulichen Schäden. Die Probleme sind vielfältig: Korrission und Abplatzungen an Stützen und Trägern, Risse an den Wänden, Wasserschäden durch ein undichtes Flachdach und Schimmelbildungen. Zudem ist der Brandschutz veraltet es besteht nicht genügend Platz für die Fahrzeuge.

Für die weitere Beratung im Gemeinderat lagen eine Entwurfsplanung und Vorschläge für die Bildung von Bauabschnitten vor. Eine vorläufige Kostenschätzung geht von Baukosten in Höhe von knapp drei Millionen Euro aus. Für einen ersten Bauabschnitt wird rund eine Million Euro fällig. Seit die Gemeinde über die Sanierung nachdenkt, sind die Baukosten stark gestiegen. Aus diesen Gründen wurden verschiedene Bereiche gar nicht angegangen, zum Beispiel: Aufzug und barrierefreier Zugang.

Die Kostensteigerungen und Gesamtkosten beherrschten die Diskussion in der Sitzung. Dabei stehen in den nächsten Jahren noch weitere Fahrzeugbeschaffungen an. Werner Rominger, Fachbeamter für das Finanzwesen, erklärte: „Drei Millionen sind nicht finanzierbar!" Er hielt einen ersten Bauabschnitt für vertretbar, verwies aber auf weitere bevorstehende Ausgaben.

Gemeinderat Paul Göggel appellierte an die Vereine zu Eigenleistungen. Bei der Mitnutzung von Räumen sieht er viele Einsparmöglichkeiten und schlägt in einigen Bereichen eine gemeinsame Nutzung von Sozialräumen vor. Bei einer gemeinsamen Zusammenkunft sollen Möglichkeiten erörtert werden.

Einen breiten Raum nahm auch die Frage ein, wie lange die Maßnahmen hinaus geschoben werden können. Möglich und sinnvoll wären zwei, vielleicht auch drei Bauabschnitte. Bei weiter steigenden Baupreisen werden allerdings viele Arbeiten immer teurer.

Nach vielschichtiger Beratung wurde dem Beschlussvorschlag mehrheitlich bei zwei Enthaltungen zugestimmt: Der Entwurfsplanung wird zugestimmt. Der Auftrag zur Erstellung des Bauantrags wird an das Planungsbüro Kerler + Partner vergeben. Entsprechende Förderanträge für Ausgleichsstockmittel und Fachförderung sind zu stellen. Für den ersten Bauabschnitt sind im Haushalt 2020 die Mittel einzustellen. Darin enthalten ist auch das Pultdach. Danach ist die Entwicklung zu beobachten und die Finanzierbarkeit laufend zu prüfen.

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