Posaunenchor gibt ein stimmungsvolles Konzert im Schlosshof

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Im Schlosshof in Meßkirch gibt der Posaunenchor ein stimmungsvolles Serenadenkonzert.
Im Schlosshof in Meßkirch gibt der Posaunenchor ein stimmungsvolles Serenadenkonzert. (Foto: Karl Mägerle)
Karl Mägerle

27 aktive Bläser des Posaunenchors Meßkirch/Ostrach/Pfullendorf, die noch durch Gäste aus Sigmaringen, Gimbsheim und Wiesloch verstärkt wurden, haben unter Dirigent Sebastian Harras einen Serenadeabend in Meßkirch gestaltet.

Es gab ein Stühlerücken im Schlosshof um den schattigen Kastanienbaum, der die abendliche Sonneneinstrahlung für die etwa 200 Besucher etwas angenehmer machte, doch die sonnigen Plätze nahm der große Kreis der Bläser ein. Die Musiker gaben eine sehr gute musikalische Vorstellung, die von den Besuchern mit viel Beifall unterstützt wurde.

Das „Eröffnungsstück in F“ brachte durch die tragende Melodiestimme mit guter Begleitung des tiefen Bleches eine musikalische Atmosphäre hervor, die in den abendlichen Schlosshof passte. Dies galt auch für das Stück „Handelian Song“ und „Rückenwind“ mit dem weichen, harmonischen Zusammenspiel, das wie Windströme durch das Orchester zog, mal flüsternd, aber auch in Stärke durch das tiefe Blech etwas kräftig zum Ausdruck kam.

Sebastian Harras, der in der Hauptsache die Leitung wie auch die Programmführung übernommen hatte, sagte, er sei gerne wieder einmal nach Meßkirch gekommen, wo er ehemals seine Anfänge im Posaunenchor machte und derzeit ein Musikstudium in Mannheim absolviert.

Mit der „Suite für Posaunenchor Nr. 9“ von Traugott Fünfgeld wurden die Inseln an der Nord- und Ostsee, mit der „Eröffnung-Helgoland, Cantus-Föhr, Sunny-Fehrmann und Finale-Rügen“, abwechslungsreich musikalisch durch die verschiedenen Register des Posaunenchores vorgestellt. Imposant waren der Wellenschlag der See und der raue Wind, der über die Inseln zieht.

Mit „Switchin Music“ von W. Nagel und „Wade in the Water“ von F. Feil kam ein ganz anderer Stil zum Vortrag, der mehr in der Moderne der Musik angesiedelt war und bei der die solistischen Stimmlagen besonders zum Ausdruck kamen.

Viel Beifall für die Jungbläser

Ein Zwischenauftritt der Jungbläser mit den Vorträgen „Trombumba“ und „Benedictus“ wurde mit besonders viel Beifall bedacht. Mit dem „Psalm 23“ von Friedrich Kiel wie auch „Der Herr ist gut“ von W. Petersen und „The lord is my Sherperd“, gab es Musik des 19. Jahrhunderts in einer frischen Art.

Obmann Klaus-Dieter Menius hatte an diesem Abend die besondere Aufgabe, den jungen Dirigenten Sebastian Stoll nach sechs Jahren zu verabschieden. Wie er sich in diesem Zusammenhang äußerte, will er sich weiter seinem begonnenen Studium zuwenden.

Der Obmann fand für Sebastian Stoll lobende Worte für sein besonderes Engagement in all den Jahren und übergab ein besonderes Erinnerungsgeschenk. Gleichzeitig wandte sich Menius an die vielen Besucher mit der Bitte: „Wir suchen dringend einen Dirigenten für unseren Posaunenchor.“

Mit einer perfekten Einlage des Posaunentrios ging die Abendserenade weiter und verlieh mit den Liedern „Ännchen von Tharau“, „Am Brunnen vor dem Tore“ und „In einem kühlen Grunde“ sowie „Bleib bei mir“ , wo die Besucher zum Mitsingen aufgefordert wurden, dem Abend eine besondere Note. Nach „Finn’s Groove“ und als Zugabe „Nun ruhen alle Wälder“ gab es lang anhaltenden und verdienten Beifall, mit dem die eineinhalbstündige Posaunenserenade im Schlosshof ihren Abschluss fand.

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