Meßkircher Pfarrerstelle wird zum Herbst neu besetzt

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In der barocken St.-Martins-Kirche wird im Herbst wieder der Meßkircher Pfarrer predigen.
In der barocken St.-Martins-Kirche wird im Herbst wieder der Meßkircher Pfarrer predigen. (Foto: Archiv: Sebastian Musolf)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Sigmaringen

Für die derzeit unbesetzte Pfarrerstelle der Seelsorgeeinheit Meßkirch-Sauldorf zeichnet sich eine Neubesetzung ab. Wie Dekan Christoph Neubrand auf Anfrage der SZ zugesichert hat, wird die Stelle mit größter Wahrscheinlichkeit zum Herbst dieses Jahres neu besetzt.

Pfarrer Michael Klotz war am 15. Oktober vergangenen Jahres nach acht Jahren Amtszeit in Meßkirch mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet worden. Der damals 63-Jährige hat am 18. Oktober eine Pfarrstelle in Stühlingen im Dekanat Waldshut übernommen. Seither war seine Stelle in Meßkirch nicht besetzt. Für die Ausschreibung im Herbst vergangenen Jahres hatte es keine Bewerber gegeben, aber nach Aussage von Dekan Neubrand bestand kein Anlass zur Sorge. Dass es gar keine Bewerber gebe, sei in der Regel unwahrscheinlich.

„In der ersten Runde der Ausschreibung hat es zwar keinen Bewerber gegeben, aber in der Herbstausschreibung gibt es grundsätzlich keine oder wenige Bewerber“, sagt Neubrand. Das liege daran, dass der Pfarrer bis zum Folgejahr in seiner Gemeinde noch einige Verpflichtungen habe, wie zum Beispiel die Erstkommunion im Frühjahr. Da wolle der Pfarrer dann nicht als Wechselkandidat vor der Gemeinde stehen. „Es ist immer besser, eine Pfarrstelle zum Schuljahrsanfang neu zu besetzen“, sagt Neubrand.

„Es gibt jetzt auf die neue Ausschreibung einen Bewerber, wir können aber noch keinen Namen nennen, da das Bewerbungsverfahren noch läuft“, sagt der Dekan. Er gehe aber davon aus, dass man nach Abschluss des Verfahrens etwa um Pfingsten herum Näheres mitteilen könne. Der Bewerber sei geeignet und man gehe davon aus, dass daraus etwas werden könne. Mit 99-prozentiger Sicherheit werde man daher zum Herbst einen neuen Pfarrer haben, man habe ja ausreichende Zeit gehabt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass da was schiefläuft“, meint Neubrand.

„Eine Seelsorgeeinheit wie Meßkirch-Sauldorf ist zu groß, um sie zu lange nicht zu besetzen“, sagt Neubrand. In der Regel gebe es im Dekanat keine Vakanz von mehr als einem Jahr. Das könne man auch den Ehrenamtlichen nicht zumuten, die während der Vakanz viele Arbeiten übernehmen müssten und die man auch nicht zu sehr belasten dürfe.

Seit Oktober ist ein Kooperator, der indische Pater Josef, im Amt. Er wohnt in Sauldorf und betreut die gesamte Seelsorgeeinheit. „Der macht da zusammen mit der Gemeindereferentin Sibylle Konstanzer gute Arbeit“, betont Neubrand, der zugleich für die Übergangszeit der Vakanz als Administrator, also verwaltender Pfarrer, in der Seelsorgeeinheit tätig ist. Denn der Kooperator ist nicht mit Verwaltungsaufgaben befasst. Dekan Neubrand leitet neben seinem Amt als Dekan noch die Seelsorgeeinheit Laiz-Leibertingen.

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