36582 Gäste besuchen die Klosterstadt

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Die Schlagerstars Anita und Alexandra Hofmann sind große Fans der Klosterstadt.
(Foto: Nicole Romey/Archiv)
Sebastian Musolf

Der Campus Galli hat am vergangenen Sonntag seine zweite Saison abgeschlossen: Exakt 36582 Besucher sind dieses Jahr auf die Baustelle der Klosterstadt gekommen. Im Vorjahr waren es noch 12225 Gäste – die Saison 2013 konnte erst am 22. Juni beginnen, da der Winter die Bauarbeiten verzögert hatte. „2014 war daher unsere erste richtige Saison“, sagt Projektinitiator Bert M. Geurten. Geschäftsführer Hannes Napierala berichtet, dass wegen des guten Wetters am vergangenen Wochenende 700 Besucher kamen.

Es zeigte sich, dass vor allem Großveranstaltungen die Gäste anlockten: Zum Sommerfest am 17. August kamen 2500 Besucher und beim Herbstfest am 19. Oktober waren es 1640. Beide Feste wurden 2014 erstmals durchgeführt.

Ebenso kamen besondere Aktionen beim Publikum gut an: Zahlreiche Fans erkundeten Anfang Juni zusammen mit den Schlagerstars Anita und Alexandra Hofmann die Baustelle. Mitte August förderte Köhler Thomas Faißt 300 Kilogramm Kohle aus einem Grubenmeiler in der Nähe des Marktplatzes.

Jetzt befindet sich die Klosterstadt in der Winterpause. Nächstes Jahr gehen die Arbeiten an der Holzkirche weiter und der Bau einer Scheune ist geplant. Der Gastronomiebereich soll ausgebaut werden, da hier die Kapazitäten an besucherstarken Tagen nicht mehr ausreichen. Projektinitiator Geurten ist sich sicher, dass der Campus Galli nach vier Jahren schwarze Zahlen schreiben wird – dies wäre ab etwa 100000 Besuchern der Fall.

Am 2. April, dem Geburtstag Karls des Großen, öffnete die Klosterstadt ihre Tore. Die erste Besucherin war Gerlinde Kretschmann, die Frau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Und ihr folgten viele weitere: An Fronleichnam, 19. Juni, war die 10000-Besucher-Marke geknackt. Trotz des positiven Trends entschied sich die Stadt Meßkirch schon im Mai dazu, die Kalkulation nach unten zu korrigieren: Statt des ursprünglichen Saisonziels von 44000 Gästen gingen die Planungen nun von 30000 aus. „Wir wollten einfach Sicherheit haben. Die 30000 Besucher erreichen wir auf jeden Fall“, erklärte Bürgermeister Arne Zwick diesen Schritt. Der Campus Galli bleibt für Meßkirch damit vor-erst ein Zuschussgeschäft: Neben den diesjährigen geplanten 65 000 Euro stellte die Stadt noch weitere 200000 Euro bereit. Dies war zum einen aufgrund der angepassten Kalkulation nötig, zum anderen entschieden Stadt und Trägerverein, einen Geschäftsführer einzustellen: Seit dem 1. August übt der 33-jährige promovierte Archäologe Hannes Napierala aus Bingen dieses Amt aus. Unterstützt wird er vom Meßkircher Finanzberater Thomas Schlude, der ein dreimonatiges Mandat übernommen hatte. Das Budget für beide Stellen beläuft sich insgesamt auf 50000 Euro, werde aber laut Bürgermeister Zwick bei Weitem nicht ausgereizt. Napierala kümmert sich ums Tagesgeschäft und die rund 30 Mitarbeiter auf der Baustelle.

Er soll Projektinitiator Geurten entlasten – dieser vertritt den Campus Galli seitdem vor allem nach außen.

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