180 Jäger erlegen 81 Wildschweine

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Wenn es zu viele Wildschweine gibt, bekommen Landwirte unter Umständen Probleme. Die Tiere können enorme Schäden anrichten. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Bei einer revierübergreifenden Drückjagd sind am vergangenen Samstag im Waldgebiet zwischen Inzigkofen, Göggingen und Meßkirch 81 Wildschweine erlegt worden. Wie das Landratsamt mitteilte, hat das sogenannte Schwarzwildmanagement in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Milde Winter, gute Deckungsmöglichkeiten und ein reichhaltiges Nahrungsangebot ließen die Schwarzwildpopulation immer weiter anwachsen. Damit steige auch das Risiko von entsprechenden Wildschäden.

Auf Initiative von Hubert Hopp als Vertreter des Bauernverbands sowie Kreisjägermeister Hans-Jürgen Klaiber hätten sich die Jäger der Hegeringe Sigmaringen und Meßkirch daher entschlossen, eine revierübergreifende Drückjagd durchzuführen, um so den Wildschäden entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang habe Anfang Oktober auch ein „Runder Tisch Schwarzwild“ mit Vertretern des Kreisjagdamtes, der Landwirtschaft und den Jägern im Landratsamt stattgefunden, bei dem die Problematik der Schwarzwildschäden sowie mögliche Lösungen diskutiert und die geplante Drückjagd besprochen wurde. Der organisatorische Aufwand der vergangenen Wochen sei enorm gewesen.

In den elf beteiligten Revieren kamen am vergangenen Samstag rund 180 Jäger, 100 Treiber und etwa 60 Hunde zum Einsatz. Dabei seien innerhalb von drei Stunden 81 Wildschweine erlegt worden – das entspreche dem durchschnittlichen Streckenergebnis eines ganzen Jagdjahres in diesem Raum.

Der Erste Landesbeamte und Vorsitzende des Kreisjagdamtes Rolf Vögtle zeigte sich erfreut über das Ergebnis und betonte die Bedeutung einer guten Kooperation zwischen den Landwirten und Jägern auf der einen Seite und den Akteuren der verschiedenen Jagdreviere auf der anderen Seite. „Nur so kann es im Kreis Sigmaringen gelingen, den Schwarzwildbestand künftig auf einem Niveau zu halten, dessen verursachte Schäden so gering wie möglich ausfallen“, sagte er.

Unfälle habe es im Zuge der Drückjagd nicht gegeben, teilte das Landratsamt mit.

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