Ziel: Erstes komplett mit Glasfaser vernetztes Dorf im Land

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 Raphael Osmakowski-Miller stellt sich wieder zur Wahl als Bürgermeister.
Raphael Osmakowski-Miller stellt sich wieder zur Wahl als Bürgermeister. (Foto: Gemeinde Beuron)
Mandy Streich

Raphael Osmakowski-Miller aus Bad Saulgau ist seit acht Jahren ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Beuron sowie hauptberuflicher Polizist in Bad Saulgau. Jetzt möchte er sich in diesem Jahr erneut als Bürgermeister in Beuron wählen lassen. Am 7. Juli stellt er sich deshalb zur Wahl.

„Es war immer schon meine Leidenschaft. Ich wollte etwas bewegen und anderen Menschen helfen“, sagt Osmakowski-Miller. Der Diplom-Verwaltungswirt, der montags und mittwochs als Bürgermeister in Beuron tätig ist, hat in seinen acht Jahren Amtszeit bereits viel in der Gemeinde Beuron bewirkt, wie er sagt. Neben der Sanierung des Feuerwehrhauses und des Bauhofs konnte ein Wohnmobilstellplatz errichtet werden und die Kläranlage bekam eine Photovoltaik-Anlage. Jetzt sind mit insgesamt rund 20 Millionen Euro drei weitere Großprojekte gestartet, deren Ausführung Osmakowski-Miller gerne begleiten würde. „Das Großprojekt Kläranlage, das Nahwärmenetz in Hausen im Tal mit dem Glasfaserausbau im gesamten Donautal und das Wasserwerk der Hohenberggruppe laufen gerade erst an“, sagt er. „Ich möchte bei der Fertigstellung auf jeden Fall noch dabei sein. Denn wenn man etwas gesät hat, möchte man auch sehen, wie es sich entwickelt.“ Seine erste Amtsperiode vergleicht der Bürgermeister mit der Walz bei Handwerksberufen. „So wie manche Handwerker auf die Walz gehen und als Meister zurückkommen, kann man es bei mir auch vergleichen: Beuron war meine Walz und ich habe in dieser Zeit unglaublich viel dazulernen dürfen“, sagt er. In diesem Hinblick lobte er auch die Beuroner Bürger, die ihn immer unterstützt hätten. „Ohne sie hätten wir nicht so viel gemeinsam Modernisieren können“, sagt er.

Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister ist der hauptberufliche Polizist auch noch zweifacher Familienvater sowie Vorsitzender bei der Dorauszunft in Bad Saulgau. Aus diesem Grund hält er auch ein Vereinsleben in einer Gemeinde für äußerst wichtig. „Eine Gemeinde kann noch so toll aufgestellt sein, am Ende sind es doch die Menschen, die sie liebens- und lebenswert machen“, sagt er. „Viele wollen nichts mehr vom Ehrenamt wissen. Deshalb unterstütze ich Vereine, wo immer ich kann.“ Trotzdem ist der Saulgauer froh, dass Beuron doch ein ganzes Stück von seinem Wohnort entfernt liegt. „Während der Fahrt nach Hause, kann ich alles sacken lassen und einfach abschalten. Aber auch wenn ich morgens nach Beuron fahre, kann ich mich dann auf alles Neue einstellen. Das hat auf jeden Fall seine Vorteile“, sagt er.

Dem amtierenden Bürgermeister fallen auf Anhieb viele Gründe ein, warum er sich wieder wählen lassen möchte. „Zum einen macht es mir unwahrscheinlich viel Spaß, für andere etwas bewegen zu können“, sagt er. „Aber erst bei einer Wiederwahl sehe ich, ob es auch wirklich im Sinne dieser Menschen war.“ Zum anderen ist es ihm ein Anliegen, etwas für die Infrastruktur und für Gewerbetreibende zu bieten. „Mein Ziel ist es, dass wir die erste Gemeinde in Baden Württemberg werden, die komplett mit Glasfaser vernetzt ist“, sagt er. Außerdem möchte er den Bahnsteig in die Ortsmitte von Hausen im Tal verlegen, um eine stündliche Anbindung zu erreichen, da dann die Züge aus jeder Richtung ihre Passagiere aus- und einsteigen lassen könnten. „Beuron ist auf jeden Fall kein Dorf wie jedes andere und ich würde hier gerne weiter alles begleiten“, sagt er.

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