Veritas-Rennwagen ist jetzt in Meßkirch zu sehen

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Vorsitzender Egon Pfeifer ist stolz, Besuchern des Oldtimer-Museums jetzt wieder den in Meßkirch gebauten Veritas Sport- und Rennwagen zeigen zu können. (Foto: Karlheinz Kirchmaier)
Schwäbische Zeitung
Karlheinz Kirchmaier

Das weit über die Kreisgrenze hinaus bekannte Museum der Oldtimerfreunde Meßkirch und Umgebung in der Remise des Meßkircher Schlosses soll neu belebt werden. Grund hierfür sind rückläufige Besucherzahlen. Seit Eröffnung des Museums im Jahre 1998 kamen rund 18000 Personen.

Das Museum beherbergt neben vielen historischen Autos auch alte restaurierte Motorräder, die bislang dicht aufgestellt im Museum nebeneinander standen. „Von diesem sterilen Aneinanderreihen alter historischer Fahrzeuge sind wir inzwischen abgekommen und wollen durch einen regelmäßigen Wechsel der historischen Zwei- und Vierräder und das Ausstellen wertvoller historischer Exponate eine neue Erlebniswelt im Museum schaffen“, sagt Vorsitzender Egon Pfeifer der Schwäbischen Zeitung. „Das heißt, wir wollen ein Museum, das durch seine Zusammenstellung und Präsentation überzeugt.“

Weltweit nur drei Exemplare

Glanzlicht des Museums ist dabei ein Sechszylinder „Veritas“, Baujahr 1950, ein Renn- und Sportwagen, der Ende der 40er-Jahre in Meßkirch gebaut wurde und von dem es weltweit nur noch drei Exemplare gibt. Eines davon, ein blauer „Skorpion“, wird künftig dauernd im Meßkircher Automuseum zu sehen sein und daran erinnern, dass durch den Bau von „Veritas-Rennwagen“, die in der frühen Nachkriegszeit das Rennsportgeschehen dominierten, in Meßkirch Automobilgeschichte geschrieben wurde.

Noch mit einem weiteren Rennwagen, einem französischen „La Pantade“, Baujahr 1934, konnten die Meßkircher Oldtimerfreunde ihr Museum attraktiver machen. Das Renngefährt ist ein Einzelstück, läuft bis 200 Kilometer pro Stunde und war einige Male als Grand Prix Wagen im Einsatz. Es ist heute noch einsatzbereit. Ebenfalls einen gebührenden Platz hat jetzt das legendäre Motorradgespann, eine BMW RS 69, des vor 14 Jahren verstorbenen Meßkircher Motorradrennfahrers Ernst Kramer gefunden. Er gewann zwischen 1953 und 1966 insgesamt 48 Geländefahrten.

Beleuchtung installieren

„Das Museum ist bereits zu klein geworden, sodass wir mittlerweile eine große Zahl alter, historischer Motorräder in Kellerräumen des Schlosses auslagern müssen“, sagt Pfeifer. Eine bauliche Erweiterung der Remise stehe jedoch nicht zur Debatte, da die Remise zum einen der Stadt gehöre und zum anderen die historische Bausubstanz und der Denkmalschutz bauliche Veränderungen nicht zulasse. Was jedoch zur Steigerung der Attraktivität des Museums erlaubt sei, sei die Installation einer Beleuchtung. „Wir sind gerade dabei, entsprechende Angebote einzuholen und zu prüfen“, sagt Pfeifer. Auch müssen noch Rauchmelder in den Räumen installiert werden.

Das Museum hat samstags ab 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.oldtimer-freunde-messkirch.de

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