Thomas Kopsch übernimmt Kommando

Lesedauer: 5 Min
 Der neue Kommandeur Oberstleutnant Thomas Kopsch (von links), Brigadegeneral Bertrand Boyard, Oberst Frank Wachter und der sche
Der neue Kommandeur Oberstleutnant Thomas Kopsch (von links), Brigadegeneral Bertrand Boyard, Oberst Frank Wachter und der scheidende Kommandeur, Oberstleutnant Kim Oliver Frerichs reichen sich gegenseitig die Hand. (Foto: Gerd Feuerstein)

Das Kommando über das Artilleriebataillon 295 ist auf Oberstleutnant Thomas Kopsch übertragen. Zum feierlichen Appell waren viele Kammeraden und Gäste zur Stettener Albkaserne gekommen. Kopsch tritt damit in die Fußstapfen von Oberstleutnant Kim Oliver Frerichs, der nach drei Jahren an der Spitze des traditionsreichen Bataillons eine neue Funktion im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn übernimmt.

Frerichs stand drei Jahre an der Spitze des Artilleriebataillons 295 und hatte in dieser Zeit zwei gewaltige Herausforderungen zu meistern. Zum einen habe das Bataillon durch die von der politischen Leitung eingeleiteten Trendwenden im Bereich Personal, Material und Finanzen sowie aufgrund veränderter Prioritäten in der Auftragslage, wesentliche Neuerungen erfahren, wie der scheidende Kommandeur in seiner Ansprache betonte.

Frerichs erinnerte, dass die Aufwertung der Landes- und Bündnisverteidigung dazu geführt habe, dass „Teile des Bataillons von 2016 bis 2018 die Ost-Flanke der Nato in Litauen verstärkten“, und vor Ort litauische Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 ausbildeten: „Dies war ein toller und wichtiger Auftrag der uns in der Professionalisierung und multinationalen Zusammenarbeit mit anderen Artilleristen deutlich gestärkt hat.“

Herzliche Aufnahme in Stetten

Zum anderen habe es gegolten, das Bataillon nach dem Umzug von Immendingen auf den Heuberg am neuen Standort Stetten am kalten Markt zu integrieren, wobei dies „für alle Soldaten und deren Angehörigen mit einschneidenden Veränderungen verbunden“, gewesen sei.

Doch dank der herzlichen Aufnahme in Stetten und der idealen militärischen Voraussetzungen am hiesigen Standort sei dies bestens gelungen: „Es wurde alles nur Erdenkliche getan, um die Veränderungen so angenehm wie möglich zu gestalten“, lobte Frerichs „das hervorragende Miteinander“ von Kreis, Kommune und Bundeswehr: „Wir fühlen uns hier wohl“ so der scheidende Kommandeur, der auch nach seiner Versetzung seine Aussage wiederholte, dass „Stetten der beste Standort“ sei, an dem er in seiner fast 25-jährigen Dienstzeit gedient habe.

Mit bewegenden Worten nahm Frerichs Abschied von seiner Truppe, erinnerte an der Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen oder das 60-jährige Bestehen des Bataillons und nutzte die Gelegenheit, einige besonders verdiente Soldaten mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr und mit förmlichen Anerkennungen auszuzeichnen. Abschließend zeigte sich der scheidende Kommandeur „sehr stolz“ auf seine Truppe: „Ich bin stolz, dass ich Sie führen durfte. Stolz, dass ich sagen kann, ich habe in Stetten gedient. Stolz, dass ich 295er bin und im Herzen immer bleiben werde. Ich melde mich ab“, sagte er.

Doch dann übernahmen der Kommandeur der deutsch-französischen Brigade, Brigadegeneral Bertrand Boyard sowie der Kommandeur des Deutschen Anteils, Oberst Frank Wachter das Kommando. Der französische General attestierte dem scheidenden Kommandeur, dass er das Bataillon „maßgeblich geprägt habe“ und dessen artilleristische Fähigkeiten erheblich steigern konnte.

Boyard listete eine Vielzahl von Einsätzen, Übungen und Sondervorhaben auf, die allesamt „mit Bravour gemeistert“ worden seien.

Für seine Verdienste zeichneten die beiden Kommandeure Oberstleutnant Kim Frerichs vor der angetretenen Truppe mit der „französischen Medaille für Landesverteidigung in Bronze“ sowie mit dem „Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold“ aus.

Schließlich war es ihnen vorbehalten, den formalen Akt der Kommandoübergabe vorzunehmen. Dabei galten ihre besten Wünsche dem neuen Kommandeur, Oberstleutnant Thomas Kopsch, der beste Voraussetzungen für die neue Verwendung mitbringe, „um dieses einzigartige Bataillon in den kommenden drei Jahren weiter voranzubringen“, wie es Brigadegeneral Boyard formulierte.

Dem militärischen Appell schloss sich ein Empfang im Militärgeschichtlichen Museum des Standortes an.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen