Stetten hofft bei der Sanierung des Goreth-Hauses auf Förderung vom Land

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Bürgermeister Maik Lehn, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, CDU-Vorsitzender Oliver Beil, Bauamtsleiter Markus Spende und
Bürgermeister Maik Lehn, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, CDU-Vorsitzender Oliver Beil, Bauamtsleiter Markus Spende und der Landtagsabgeordnete Klaus Burger (von rechts) bei der Besprechung vor dem Goreth-Haus. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hat die Gemeinde Stetten am kalten Markt besucht, um sich ein Bild von der dringend notwendigen Dachsanierung am denkmalgeschützten Goreth-Haus zu machen. Im Beisein des Landtagsabgeordneten Klaus Burger, von Oliver Beil als Vorsitzendem des CDU-Gemeindeverbands sowie Bauamtsleiter Markus Spende berichtete Bürgermeister Maik Lehn vom Erwerb des historischen Gebäudes im Jahr 2007 durch die Gemeinde. Unter großer ehrenamtlicher Mitarbeit der Vereine war das Erdgeschoss des Hauses von 2012 bis 2014 saniert worden.

Das stattliche Anwesen ist Bestandteil des Schloss-Ensembles , auf dessen Vorplatz viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Die Sanierung des Erdgeschosses und dessen Nutzung durch die Vereine ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden. „Doch jetzt hat uns die Sanierung des Dachgeschosses ereilt“, sagte Maik Lehn. Eine erste Schätzung beziffert die dafür notwendigen Ausgaben auf rund 700 000 Euro – eine Summe, die die Gemeinde Stetten am kalten Markt nicht allein stemmen kann.

Um enorme Folgeschäden zu verhindern, habe der Gemeinderat die Dachsanierung beschlossen, sagte der Bürgermeister. Ein entsprechender Antrag auf Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum sei trotz der Dringlichkeit abgelehnt worden. Die Sanierung könne jedoch nicht aufgeschoben werden. Daher appellierte Lehn an die Staatssekretärin, einen erneuten Antrag im kommenden Jahr zu unterstützen. Klaus Burger, der um Gurr-Hirschs Besuch gebeten hatte, bezeichnete das Projekt als „finanzielles Sorgenkind“ der Gemeinde.

Maik Lehn informierte die Zuhörer darüber, dass nach der Dachsanierung die Sanierung des ersten Obergeschosses anstehe und mit weitere Kosten in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro gerechnet werden muss. Da die Räume klein geschnitten seien, komme eine Wohnungsnutzung kaum in Frage. Das Gebäude soll mit Blick auf seine zentrale Lage und als kultureller Mittelpunkt ausschließlich der Öffentlichkeit, der Dorfgemeinschaft und den örtlichen Vereinen dienen.

Friedlinde Gurr-Hirsch räumte ein, dass die Vereine gerade in Corona-Zeiten eine Perspektive benötigen. Die Bereitstellung von Fördermitteln sei ein Hoffnungsschimmer. Daher soll der neue Antrag im kommenden Jahr mit einem Nutzungskonzept untermauert werden.

Maik Lehn verwies darauf, dass mit einer Bewilligung der Fördermittel im Frühjahr 2021 und der Ausführung im frühen Sommer 2021 der beste Zeitpunkt für die Sanierung sei, da im Jahr 2021 keine Großveranstaltung auf dem Schlosshof stattfinde. Damit wäre der Weg für eine sofortige Ausschreibung und Ausführung der Sanierung frei. Das Landesdenkmalamt habe bereits bestätigt, dass die hohen Sanierungskosten denkmalbedingte Mehrkosten sind und somit mit einer Förderung gerechnet werden kann. In welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt eine Entscheidung eingehe, sei derzeit jedoch offen. Auch dabei rechnet der Bürgermeister mit einer Entscheidung im Frühjahr 2021.

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