Startschuss für Nahwärme und Glasfaser in Hausen im Tal

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 Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller, die Wolfshofs-Inhaber Hans-Peter und Helmut Wolf sowie Vertreter der BLS, NRS sowie de
Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller, die Wolfshofs-Inhaber Hans-Peter und Helmut Wolf sowie Vertreter der BLS, NRS sowie der durchführenden Firmen, freuten sich über den symbolischen Spatenstich und dem Startschuss für das Großprojekt. (Foto: Mandy Streich)
Mandy Streich

Mit einem symbolischen Spatenstich ist am vergangenen Mittwoch der Startschuss für ein weiteres Nahwärmenetz der Nahwärme Region Sigmaringen (NRS) für insgesamt 3,3 Millionen Euro auf dem Wolfhof in Hausen im Tal gefallen.

Das Tochterunternehmen des regionalen Bürgerunternehmens solarcomplex in Singen sowie der Stadtwerke Sigmaringen fördert bereits zum dritten Mal im Landkreis Sigmaringen ein Nahwärmenetz, das mit Biogas betrieben wird. Die beiden ersten Netze wurden in Veringendorf und in Storzingen eingerichtet. Hausen im Tal möchte sich nun mit dem überwiegend regenerativ betriebenen Wärmenetz sowie mit Leerrohren für Glasfaser Internet fit für die Zukunft machen. Die Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen (BLS) hat sich dem geplanten Großprojekt angeschlossen und plant auch Anschlüsse über das entstehende Wärmenetz hinaus von Gutenstein über Tiergarten nach Beuron bis hin zu den Reinfelder Höfen in Höhe von 3,08 Millionen Euro. „Wir sind froh, dass das Projekt nun nach einigen Anlaufschwierigkeiten endlich starten kann“, sagte Theresa Aue von Technologie und Management der BLS. „Unser Ziel ist es, die Glasfaser bis zum Jahr 2021/22 in die Haushalte zu bringen.“

Insgesamt 70 Wohngebäude werden in Hausen im Tal an das Nahwärmenetz angeschlossen. „Auch im Hinblick auf das geplante Wasserwerk am Talhof für 6 Millionen Euro sowie die Abwasserleitung von Irndorf, Beuron und Neidingen können wir schon sagen, dass im Donautal was geht – da wird auch was geschafft“, sagte Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller. Auch seien die rund 500 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr für den relativ kleinen Ort eine beträchtliche Leistung.

Oliver Dreher, Geschäftsführer der NRS hofft darauf, dass bis zur Heizperiode Ende diesen Jahres alle geplanten Haushalte an das Nahwärmenetz angeschlossen sind. „Wir hoffen auch, dass das Ganze ohne Unfälle ablaufen wird und entschuldigen uns auch direkt bei den Bürgern für die Unannehmlichkeiten, die mit dem Bereich des Straßenbaus auf sie zukommen werden“, sagte er. Das Projekt soll mit Zuschüssen der Gemeinde, des Bundes sowie des Landes mit insgesamt rund einer Million Euro unterstützt werden.

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